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Geschäftslage der Nadelholzsäger

Die aktuelle Geschäftslage wurde lt. Erhebung des ifo Instituts Ende Juni 2019 von den deutschen Nadelholzsägern im Vergleich zum Vormonat wieder deutlich besser eingeschätzt. Mit mehr als acht Zehnteln war der weit überwiegende Teil mit der Lage zufrieden, fast zwei Zehntel berichteten sogar von guten Geschäften.

In der näheren Zukunft dürfte sich die Situation aller Voraussicht nach spürbar verschlechtern: ein Viertel der Teilnehmer rechnet mit einer schlechteren, alle anderen immerhin mit einer stabilen Situation.

Die Nachfrage hat im Vormonatsvergleich kräftig nachgegeben und auch die Auftragsbestände haben sich deutlich vermindert. Die Beurteilung der Aufträge war dem entsprechend schlecht: Die Hälfte bezeichnete sie als schlecht und gut ein Drittel zumindest als saisonüblich. Das Produktionstempo hat sich kräftig erhöht. In den kommenden drei Monaten wird die Fertigungsgeschwindigkeit aller Voraussicht nach auf hohem Niveau stabil bleiben.

Laut Zusatzerhebung des ifo Instituts klagten 26 % der befragten Unternehmen für die vergangenen drei Monate über zu geringe Aufträge, 9 % über Arbeitskräftemangel und bei 3 % war der Rohstoffvorrat zu gering. Dennoch lag der Anteil der Unternehmen, in denen mit Überstunden produziert wurde, bei 42 %, 6 % hatten mehr zu tun als üblich. Von Kurzarbeit ist derzeit und auf absehbare Zeit keine Rede. Gut neun Zehntel planen, die Zahl der Beschäftigten im kommenden Vierteljahr stabil zu halten, einzelne rechnen mit Entlassungen.

Etwas mehr als die Hälfte der Betriebe mussten die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz zurücknehmen, fast alle anderen konnten sie noch stabil halten. Der Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz verringerte sich im Mai 2019 gegenüber dem Vormonat mit 104,7 Punkten (2015 = 100) um 0,6 %. Auch im Vorjahresvergleich errechnet sich ein spürbares Minus von 1,0 %. Nadelhobelware verbilligte sich im Vormonatsvergleich mit 107,8 Zählern um 0,4 %. Im Vergleich zum Vorjahr war ein spürbares Plus von 1,2 % zu verzeichnen. Für die kommenden drei Monate rechnen die Befragten überwiegend mit stabilen Preisen: Gut acht Zehntel gehen davon aus, die Preise stabil halten zu können, alle anderen rechnen dagegen mit rückläufigen Preisen.

Das Exportgeschäft dürfte sich in den kommenden Monaten unmerklich beschleunigen.

HMI/Quelle: ifo

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