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Geschäftslage der Nadelholzsäger

Die Geschäftslage wurde Ende Oktober 2015 von den deutschen Nadelholzsägern lt. ifo Umfrage im Vergleich zum Vormonat geringfügig schlechter als im September beurteilt. Die Lage könnte sich in der näheren Zukunft aller Voraussicht nach deutlich und lediglich ein Zehntel von guten Geschäften. Für die nächsten sechs Monate geht rund ein Zehntel von einer günstigeren Situation aus, vier Zehntel rechnen jedoch mit einer Verschlechterung.
Das Produktionstempo ist laut Umfrageergebnis branchenweit gut spürbar gesunken. Lediglich gut ein Zehntel der Testteilnehmer registrierte eine bessere Nachfrage als im Monat zuvor, sieben Zehntel verzeichnen ein unverändertes Einkaufsinteresse. Bei fast zwei Zehnteln sind die Auftragsbestände gesunken, bei zwei Dritteln blieben Sie auf Vormonatsniveau. Rund zwei Drittel bezeichneten sie als zu klein, gut zwei Zehntel als ausreichend. Sechs Zehntel beabsichtigen, in den kommenden drei Monaten die Fertigung beizubehalten, gut ein Viertel plant dagegen eine Verminderung des Produktionstempos.
Laut Zusatzerhebung des ifo Instituts beträgt die durch Auftragsbestände gesicherte Produktionsdauer derzeit 1,1 Monate. Die Kapazitätsauslastung liegt bei 77,5 % der betriebsüblichen Vollauslastung. Die technische Kapazität ist unter Berücksichtigung des gegenwärtigen und des erwarteten Auftragseingangs bei 25 % der befragten Unternehmen mehr als ausreichend und bei den übrigen 75 % ausreichend.
Die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz sind zwar bei gut einem Zehntel gestiegen, Preisrückgänge registrierten dagegen gut drei Zehntel der Testteilnehmer. Für den Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz war im September 2015 laut Statistischem Bundesamt ein marginales Minus um 0,1 % auf 115,0 Punkte (2010 = 100) zu verzeichnen. Binnen Jahresfrist errechnet sich ein Rückgang um 0,9 %. Nadelhobelware legte dem Index zufolge mit 111,4 Zählern um 0,5 % zu. Im Vergleich zum Vorjahr war dennoch ein spürbares Minus von 0,9 % zu verzeichnen. Die kommenden drei Monate betreffend rechnet gut ein Zehntel der Befragten mit anziehenden Preisen, fast alle anderen gehen davon aus, in der näheren Zukunft die Preise beibehalten zu können. Das Exportgeschäft dürfte in den kommenden Monaten allgemeiner Einschätzung nach etwas besser werden.
HMI

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