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Geschäftslage der Nadelholzsäger

In der Erhebung des ifo-Instituts wurde die aktuelle Geschäftslage Ende Dezember 2018 von den deutschen Nadelholzsägern im Vergleich zum Vormonat deutlich besser eingeschätzt. Ein Drittel vermeldete gute Geschäfte, alle anderen waren mit der Lage zufrieden. Die Beurteilung der aktuellen Situation war im November noch deutlich schlechter. In der näheren Zukunft dürfte sich die Situation aller Voraussicht nach geringfügig verschlechtern. So geht nicht ganz ein Zehntel der Testteilnehmer von einer Verschlechterung der Lage aus, alle anderen rechnen aber weiterhin mit einer stabilen Situation.

Die Nachfrage hat sich im Vormonatsvergleich rapide verringert und auch die Auftragsbestände haben sich außerordentlich kräftig reduziert. Die Beurteilung der Aufträge war dementsprechend schlecht: Fast fünf Zehntel bezeichneten sie als schlecht und alle übrigen zumindest als saisonüblich. Das Produktionstempo blieb laut Umfrageergebnis branchenweit stabil. In den kommenden drei Monaten wird die Fertigungsgeschwindigkeit aller Voraussicht nach nochmals spürbar zurückgehen.

Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts klagten 11 % der befragten Unternehmen für die vergangenen drei Monate über Arbeitskräftemangel. Dementsprechend lag der Anteil der Unternehmen, in denen mit Überstunden produziert wurde, bei 30 %. Während derzeit noch in keinem der Betriebe Kurzarbeit nötig war, gehen 5 % davon aus, dass dies in den kommenden drei Monaten der Fall sein könnte. Ebenso planen 4 %, die Zahl der Beschäftigten im kommenden Vierteljahr zu verringern.

Die Hälfte der Betriebe hat die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz zwar beibehalten, die andere Hälfte musste allerdings Preiseinbußen hinnehmen. Der Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz verringerte sich im November 2018 gegenüber dem Vormonat mit 107,5 Punkten (2015 = 100) um 0,5 %. Binnen Jahresfrist errechnet sich dennoch ein Plus von 3,8 %. Nadelhobelware verbilligte sich im Vormonatsvergleich mit 106,6 Zählern leicht um 0,3 %. Im Vergleich zum Vorjahr war ein recht kräftiges Plus von 4,3 % zu verzeichnen. Für die kommenden drei Monate rechnen die Befragten per saldo eher mit anziehenden Preisen: Jeweils gut ein Drittel rechnet mit stabilen bzw. steigenden Preisen. Gut ein Viertel geht allerdings davon aus, die Preise zurücknehmen zu müssen.

Das Exportgeschäft dürfte sich in den kommenden Monaten nicht ändern.

HMI

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