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Geschäftslage der Nadelholzsäger

Die aktuelle Geschäftslage wurde Ende September 2018 von den deutschen Nadelholzsägern im Vergleich zum Vormonat per saldo zum fünften Mal in Folge positiv eingeschätzt, wenn auch nicht mehr ganz so deutlich wie vorher. Bereits zwischen Mai und August bezeichneten rund drei Zehntel der an der ifo-Befragung teilnehmenden Betriebe die Geschäfte als gut, im September waren es immerhin noch ein Viertel. In der näheren Zukunft dürfte sich die Situation aller Voraussicht nach spürbar verschlechtern. So geht ein Viertel der Testteilnehmer von einer Verschlechterung der Lage aus, alle anderen rechnen aber weiterhin mit einer stabilen Situation.

Die Nachfrage blieb im Vormonatsvergleich quasi unverändert und auch die Auftragsbestände blieben gleich. Die Beurteilung der Aufträge war dennoch verhalten positiv: Gut ein Zehntel bezeichnete sie als relativ groß und alle übrigen als saisonüblich. Das Produktionstempo hat sich laut Umfrageergebnis branchenweit etwas beschleunigt. In den kommenden drei Monaten wird die Fertigungsgeschwindigkeit aller Voraussicht nach marginal zurückgehen.

Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts klagten 26 % der befragten Unternehmen für die vergangenen drei Monaten über Arbeitskräftemangel und bei 15 % war der Rohstoffvorrat zu gering. Dennoch lag der Anteil der Unternehmen, in denen mit Überstunden produziert wurde, bei 52 %.

Der größte Teil der Betriebe hat die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz beibehalten, zwei Zehntel konnten sie sogar anheben. Der Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz legte im Juli 2018 gegenüber dem Vormonat mit 122,9 Punkten (2010 = 100) um 0,7 % zu. Binnen Jahresfrist errechnet sich ein Plus von 4,7 %. Nadelhobelware verteuerte sich im Vormonatsvergleich mit 120,2 Zählern kräftig um 2,0 %. Im Vergleich zum Vorjahr war ein recht kräftiges Plus von 6,7 % zu verzeichnen. Für die kommenden drei Monate rechnet die Hälfte und damit der überwiegende Teil der Befragten mit stabilen Preisen. Ein Drittel geht davon aus, die Preise zurücknehmen zu müssen.

Das Exportgeschäft dürfte sich in den kommenden Monaten spürbar verschlechtern.

HMI

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