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Geschäftslage der Nadelholzsäger

Die aktuelle Geschäftslage wurde in der ifo-Befragung Ende August 2018 von den deutschen Nadelholzsägern im Vergleich zum Vormonat per saldo zum vierten Mal in Folge positiv eingeschätzt.

Bereits zwischen Mai und Juli 2018 bezeichneten rund drei Zehntel der an der ifo-Befragung teilnehmenden Betriebe die Geschäfte als gut, im August hat sich deren Zahl nur marginal verringert. In der näheren Zukunft dürfte sich die Situation aller Voraussicht nach nicht ändern. So gehen alle Testteilnehmer von einer stabilen Situation aus.

Die Nachfrage hat im Vormonatsvergleich kräftig nachgegeben. Die Auftragsbestände blieben dennoch per saldo etwa unverändert. Die Beurteilung der Aufträge war trotz allem überwiegend negativ: Fast vier Zehntel bezeichneten sie als zu klein und alle übrigen als saisonüblich. Das Produktionstempo hat sich laut Umfrageergebnis branchenweit gut spürbar beschleunigt. In den kommenden drei Monaten wird die Fertigungsgeschwindigkeit aller Voraussicht nach gleich bleiben.

Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts bezeichnen 3 % der Testteilnehmer ihre Wettbewerbsposition in Deutschland als besser und alle übrigen als unverändert. Die Wettbewerbsposition in Europa sehen 11 % der Betriebe als besser, sieben Zehntel als unverändert und 7 % als schlechter an. Außerhalb Europas schätzen 11 % der Erzeuger ihre Wettbewerbsposition als besser ein, 53 % als unverändert und 17 % als schlechter.

Der größte Teil der Betriebe hat die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz beibehalten, fast zwei Zehntel konnten sie auch erhöhen. Der Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz legte im Juli 2018 gegenüber dem Vormonat mit 122,9 Punkten (2010 = 100) um 0,7 % zu. Binnen Jahresfrist errechnet sich ein Plus von 4,7 %. Nadelhobelware verteuerte sich im Vormonatsvergleich mit 120,2 Zählern kräftig um 2,0 %. Im Vergleich zum Vorjahr war ein recht kräftiges Plus von 6,7 % zu verzeichnen. Für die kommenden drei Monate rechnet der weit überwiegende Teil der Befragten mit stabilen Preisen. Fast zwei Zehntel gehen davon aus, Preisanhebungen durchsetzen zu können. Das Exportgeschäft dürfte in den kommenden Monaten im Wesentlichen stabil bleiben.

HMI, Quelle: ifo

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