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Geschäftslage der Nadelholzsäger

Die Geschäftslage wurde Ende Januar von den deutschen Nadelholzsägern im Vergleich zum Vormonat zwar wieder etwas besser, aber nicht mehr so gut wie im vergangenen Sommer beurteilt. Derzeit berichten in der ifo-Umfrage fast zwei Zehntel von guten und fast alle anderen von zufriedenstellenden Geschäften. In der näheren Zukunft dürfte sich die Situation aller Voraussicht nach nur leicht verbessern. So rechnen knapp neun Zehntel der Befragten mit einer weiterhin stabilen Lage, alle übrigen gehen dagegen von einer Verbesserung.

Die Nachfrage hat im Vormonatsvergleich deutlich nachgegeben, was allerdings zumindest teilweise auf saisonale Gründe zurückzuführen sein dürfte. So haben sich auch die Auftragsbestände per saldo gut spürbar verringert. Die Beurteilung der Aufträge war zuletzt dementsprechend schlecht: Vier Zehntel bezeichneten sie als zu klein und alle übrigen als normal. Das Produktionstempo hat sich laut Umfrageergebnis branchenweit deutlich verlangsamt. In den kommenden drei Monaten wird die Fertigungsgeschwindigkeit aller Voraussicht nach wieder leicht zunehmen.

Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts beträgt die durch Auftragsbestände gesicherte Produktionsdauer derzeit 2,0 Monate. Die Kapazitätsauslastung liegt bei 80,1 % der betriebsüblichen Vollauslastung. Die technische Kapazität ist unter Berücksichtigung des gegenwärtigen und des erwarteten Auftragseingangs bei 12 % der befragten Unternehmen mehr als ausreichend und bei allen anderen ausreichend. Über zu wenige Aufträge klagten 9 % der befragten Unternehmen, über Arbeitskräftemangel 21 % und über ein zu geringes Rohstoffangebot 9 %.

Alle Betriebe konnten die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz halten. Der Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz legte im Dezember 2017 gegenüber dem Vormonat mit 118,8 Punkten (2010 = 100) um 0,2 % zu. Binnen Jahresfrist errechnet sich ein Plus von 3,8 %. Nadelhobelware blieb im Vormonatsvergleich mit 113,3 Zählern preislich stabil. Im Vergleich zum Vorjahr war ein spürbares Plus von 1,2 % zu verzeichnen. Für die kommenden drei Monate rechnet der überwiegende Teil der Befragten mit stabilen Preisen gut ein Zehntel geht davon aus, Preisanhebungen durchsetzen zu können. Das Exportgeschäft dürfte sich in den kommenden Monaten leicht bessern.

HMI

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