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Geschäftslage der Nadelholzsäger

Die Geschäftslage wurde Ende März 2020 von den deutschen Nadelholzsägern gegenüber dem Vormonat deutlich verhaltener eingeschätzt: Knapp ein Drittel der an der ifo-Befragung teilnehmenden Betriebe bezeichnete die Geschäfte als gut, während alle anderen angaben, dass die aktuelle Geschäftslage als befriedigend oder saisonüblich anzusehen ist. Bei der Prognose über die zukünftige Entwicklung der Lage hat sich das Bild leicht verschlechtert. So gehen etwas mehr als die Hälfte der Befragten von einer Verbesserung aus, gut ein Drittel prognostiziert stabile Verhältnisse und mehr als 5 % gehen von einer Verschlechterung der Situation aus.

Die Nachfrage hat im Vormonatsvergleich wieder zugenommen, wenn auch deutlich weniger kräftig als im Vormonat. Die Auftragsbestände werden im Vergleich zum Vormonat von weniger als zwei Zehnteln der Befragten als besser eingestuft, knapp drei Viertel melden gleichbleibende Verhältnisse und ein Zehntel verzeichnet eine Verschlechterung. Die Auftragsbestände werden laut Beurteilung von mehr als drei Vierteln der Betriebe als ausreichend und von einem geringen Prozentsatz der Betrieb als zu klein empfunden. Die Lage der Aufträge im Ausland hat sich drastisch verschlechtert. Die Erwartungen an das Exportgeschäft hingegen sind wie im Vormonat eindeutig positiv ausgerichtet: Während gut vier Zehntel der Befragten von einer zunehmenden Entwicklung für die nächsten drei Monate ausgehen, ist nur ein geringer Prozentsatz der Betriebe der Meinung, dass die Exportgeschäfte abnehmen werden.

Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts klagten 48 % der befragten Unternehmen für die vergangenen drei Monate über zu geringe Aufträge, 17 % über Arbeitskräftemangel und bei 3 % war der Rohstoffvorrat zu gering. Dennoch lag der Anteil der Unternehmen, in denen mit Überstunden produziert wurde, bei 42 %, kein Betrieb hatte mehr zu tun als üblich. Derzeit ist in keinem Betrieb Kurzarbeit nötig und auch für die kommenden drei Monate geht kein Betrieb davon aus, dass dies der Fall sein könnte. Fast alle Betriebe gehen von einer stabilen Beschäftigungslage aus.

Keiner unter den befragten Betrieben konnte die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz anheben, gut ein Drittel musste sie senken. Für die kommenden drei Monate rechnen knapp drei Viertel der Befragten mit anziehenden Preisen, der Rest rechnet überwiegend mit einer stabilen Preislage, während ein geringer Prozentsatz eine Preisabnahme prognostiziert. Der Erzeugerpreisindex für raues Fichten- und Tannenschnittholz lag im Februar 2020 mit 97 (2015 = 100,0) 0,3 Prozentpunkte über dem Wert des Vormonates und 8,8 % unter dem des Vorjahres. Er hat sich somit marginal erhöht. Nadelhobelware blieb im Vormonatsvergleich mit 104,0 Zählern konstant. Im Vergleich zum Vorjahr war ein deutliches Minus von 4 % zu verzeichnen.

HMI/Quelle: ifo

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