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Geschäftslage der Laubholzsäger

Ende Juni 2015 melden dem ifo Institut zufolge zwei Zehntel der Laubholzsäger, dass die allgemeine Geschäftslage gegenwärtig schlecht sei. Alle anderen schätzen die Situation als befriedigend bzw. saisonüblich ein. Im Vergleich zum Vormonat hat sich die Lage somit spürbar verschlechtert. Auf Sicht der kommenden sechs Monate geht ein verschwindend geringer Prozentsatz von einer Verbesserung aus und vier Zehntel rechnen mit einer stabilen Entwicklung, fast sechs Zehntel gehen allerdings von rückläufigen Geschäften aus. Somit fallen die Prognosen deutlich schlechter aus als noch vor einem Monat.
Während im Vormonat noch gut die Hälfte der Betriebe eine höhere Nachfrage registrierte, hat sich das Bild nun fast umgekehrt: Ein Viertel berichtet von einem nachlassenden Einkaufsinteresse, bei fast allen übrigen blieb es unverändert. Die Auftragsbestände sind bei zwei Dritteln gleich geblieben, bei gut einem Zehntel erhöht und bei knapp einem Viertel gesunken.
Laut Zusatzerhebung des ifo Instituts war die Produktion in den vergangenen drei Monaten bei drei Zehnteln durch eine zu geringe Auftragslage behindert, zwei Zehntel klagten über eine zu geringe Zahl von Arbeitskräften, ebenso viele über zu geringe technische Kapazitäten und drei Zehntel über zu geringe Vorräte. Der Anteil der Unternehmen, in denen mit Überstunden produziert wurde, lag bei 35 %.
Die inländischen Verkaufspreise sind deutlich gesunken: Zwar konnten fast sieben Zehntel der Testteilnehmer die Preise beibehalten, allen anderen mussten Einbußen hinnehmen. Der Erzeugerpreisindex von Laubschnittholz blieb im Mai 2015 mit einem Stand von 110,5 Punkten (2010 = 100) konstant. Binnen Jahresfrist errechnet sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein Plus von 1,5 %. Für die nächsten drei Monate ist nach Ansicht von gut neun Zehnteln mit konstanten Preisen zu rechnen, fast ein Zehntel geht von steigenden Preisen aus.
HMI/ifo

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