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Geschäftslage der Laubholzsäger

Ende Dezember 2019 hat sich die Stimmung der Laubholzsäger bezüglich der aktuellen Geschäftslage gegenüber dem Vormonat per Saldo weiter eingetrübt: Während im Vormonat zwei Zehntel der am ifo-Konjunkturtest teilnehmenden Betriebe die Geschäfte als schlecht beurteilten, sind es jetzt bereits knapp vier Zehntel. Alle weiteren beschrieben die Geschäfte als befriedigend oder saisonüblich. Die zukünftige Lage wird unterschiedlich eingeschätzt: Während ein Zehntel schlechter werdende Verhältnisse prognostiziert, erwartet ebenso ein Zehntel eine Besserung. Alle anderen gehen auf Sicht der kommenden sechs Monate von einer stabilen Lage aus.

Die Fertigwarenbestände werden von gut vier Zehnteln der Befragten als ausreichend bezeichnet, knapp sechs Zehntel halten sie für zu groß. Das Produktionstempo wird von neun Zehnteln als stabil eingeschätzt, während ein Zehntel es als zu langsam ansieht. Das Einkaufsinteresse hat sich spürbar verringert, dementsprechend melden mehr als ein Drittel der Unternehmen eine schlechtere Auftragslage. Die Auftragslage aus dem Ausland wird zudem von knapp der Hälfte der beteiligten als schlecht beurteilt. Auf Sicht der kommenden drei Monate wird das Produktionstempo sich aller Voraussicht nach nicht deutlich ändern. Laut Zusatzerhebung des ifo-Instituts beträgt die durch Auftragsbestände gesicherte Produktionsdauer derzeit 1,8 Monate. Die Kapazitätsausnutzung liegt bei 78,9 % der betriebsüblichen Vollausnutzung.

Die inländischen Verkaufspreise waren bei weniger als zwei Zehnteln der befragten Unternehmen niedriger als im Vormonat, mehr als ein Viertel verzeichnete Preisanstiege und bei allen anderen blieben die Preise stabil. Der Erzeugerpreisindex von Laubschnittholz ist im Dezember 2019 mit einem Stand von 109,5 Punkten (2015 = 100) im Vergleich zum Vormonat um 0,3 % gestiegen. Binnen Jahresfrist errechnet sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ein Plus von 2,1 %. Für die nächsten drei Monate gehen die meisten Testteilnehmer von weiterhin konstanten Preisen aus, mehr als ein Viertel rechnet allerdings mit Preissenkungen.

HMI/Quelle: ifo

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