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Geschäftslage der deutschen Nadelholzsäger

In der Umfrage des ifo Instituts wurde die Geschäftslage Ende Juni von den deutschen Nadelholzsägern im Vergleich zum Vormonat etwas schlechter als im Vormonat beurteilt. Knapp zwei Zehntel berichten von guten und gut ein Zehntel von schlechten Geschäften. Im Vormonat war der Anteil, der eine schlechte Geschäftslage meldete, verschwindend gering. Die Lage dürfte sich in der näheren Zukunft aller Voraussicht nach geringfügig verbessern. So rechnet ein Achtel mit einer sich weiter verbessernden Situation, drei Viertel gehen von Stabilität aus und ein Zehntel rechnet mit schlechteren Geschäften.

Das Produktionstempo hat laut Umfrageergebnis branchenweit kräftig zugelegt. Dies war die stärkste Steigerung des Einschnitts seit gut einem Jahr. Ein Drittel der Testteilnehmer registrierte eine bessere  Nachfrage als im Monat zuvor, knapp sechs Zehntel verzeichneten ein unverändertes Einkaufsinteresse. Bei drei Zehnteln sind die Auftragsbestände weiter gestiegen, bei den meisten anderen blieben sie auf Vormonatsniveau. Sechs Zehntel bezeichneten sie noch immer als zu klein, etwas fast zwei Zehntel dagegen als verhältnismäßig groß. Gut acht Zehntel beabsichtigen, in den kommenden drei Monaten die Fertigungsgeschwindigkeit beizubehalten, nahezu alle anderen planen dagegen eine Erhöhung des Produktionstempos.

Laut Zusatzerhebung des ifo Instituts klagten 33 % der befragten Unternehmen für die vergangenen drei Monaten über ein zu geringes Auftragsvolumen. Der Anteil der Unternehmen, in denen mit Überstunden produziert wurde, lag bei 29 %. Während derzeit noch in keinem der Betriebe Kurzarbeit nötig war, gehen 2 % davon aus, dass dies in den kommenden drei Monaten der Fall sein könnte. Gut ein Zehntel plant, die Zahl der Beschäftigten im kommenden Vierteljahr zu erhöhen, fast alle anderen gehen von einer stabilen Beschäftigungslage aus.

Die inländischen Verkaufspreise für Nadelschnittholz konnten zwar einige Betriebe anheben, ein Viertel musste jedoch Preissenkungen hinnehmen. Für den Erzeugerpreisindex von rauem Fichten-/Tannenschnittholz ist im Mai 2016 laut Statistischem Bundesamt mit 113,7 Punkten (2010 = 100) spürbar um 0,4 % gefallen. Binnen Jahresfrist errechnet sich ein Minus um 0,2 %. Nadelhobelware blieb mit 110,9 Zählern um 0,6 % unter Vormonatsniveau. Im Vergleich zum Vorjahr war ein leichtes Plus von 0,4 % zu verzeichnen. Für die kommenden drei Monate rechnet etwas mehr als ein Zehntel der Befragten mit steigenden Preisen, alle anderen gehen von Preisstabilität aus.

Das Exportgeschäft dürfte sich in den kommenden Monaten allgemeiner Einschätzung nach spürbar verbessern.
HMI/Quelle: ifo Institut

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