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Geschäftsklima in der Spanplattenindustrie

Im Juni 2013 meldeten acht Zehntel der Spanplattenwerke in Deutschland, die als Meldebetriebe für den ifo Konjunkturtest fungieren, dass sich die allgemeine Geschäftslage im Vergleich zum Vormonat nicht geändert hat. Zwei Zehntel berichten sogar von besseren Geschäften. Auf Sicht der kommenden sechs Monate geht nicht ganz die Hälfte der Testteilnehmer von einer besseren Geschäftsentwicklung aus, alle übrigen erwarten gleich bleibende Geschäfte.
Bei einer deutlich verminderten Produktionsgeschwindigkeit berichteten alle der an der Umfrage beteiligten Spanplattenwerke von ausreichend großen Lagerbeständen. Das Einkaufsinteresse an Holzspanplatten blieb bei zwei Dritteln der Betriebe konstant, bei allen anderen hat sich die Nachfrage reduziert. Die Auftragsbestände sind bei drei Zehnteln gesunken und werden von ebenso vielen als zu klein bezeichnet. Die Branche ist nach wie vor der einhelligen Meinung, dass sich an der die Produktionsgeschwindigkeit in den nächsten drei Monaten nichts ändern dürfte.
Die inländischen Verkaufspreise blieben bei allen Testteilnehmern unverändert. Der Erzeugerpreisindex von rohen oder geschliffenen Holzspanplatten ist zuletzt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes leicht um 0,4 % gestiegen. Mit einem Stand von 113,2 Punkten (2005 = 100) wurde der entsprechende Vorjahreswert bei rohen oder geschliffenen Spanplatten um 8,0 % unterschritten. Nach einhelliger Meinung werden sich die Preise in den kommenden drei Monaten nicht ändern.
Das Exportgeschäft dürfte nach Einschätzung auf dem bisherigem Niveau bleiben. 
Holzmarktinfo/ifo

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