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German Pellets: Hochbau für Pelletwerk in Texas beginnt

Im November beginnt der Hochbau für das neue Pelletwerk von German Pellets in Woodville, Texas, USA. Parallel zum Bau des Werkes entsteht im Hafen von Port Arthur ein eigener Lagerstandort mit Verladeeinrichtung. Im Frühjahr 2013 sollen hier die ersten Holzpellets nach Europa verschifft werden. Mit der Ansiedlung in Woodville ist German Pellets als erstem europäischen Unternehmen der Pelletbranche der erfolgreiche Abschluss einer Projektfinanzierung gelungen. Gegenwärtig prüft der Pelletproduzent aus Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) den Bau weiterer Produktionsstandorte in Nordamerika. 

Die Errichtung großer Produktionskapazitäten ist möglich, weil der weltweite Bedarf an Holzpellets steigt. Neueste Prognosen sehen in Großbritannien den größten Pelletmarkt weltweit heran­wachsen, nachdem das britische Energieministe­rium im Juli dieses Jahres die Rahmenbedingungen für die Stromgewinnung aus Holzpellets signifikant verbessert hat. Auch in anderen europäischen Staaten, insbesondere in den skandinavischen Ländern und Benelux, werden Kraftwerke auf Erneuerbare Energien umgestellt. German Pellets plant, im ersten Halbjahr 2013 mit der Errichtung eines weiteren Produktionsstandortes in den USA zu beginnen. 

Pelletwerk Woodville

Das Werksgelände umfasst eine Fläche von 80 h. Damit steht ausreichend Lager- und Erweiterungsfläche zur Verfügung. Im November beginnt der Hochbau. Ab Dezember werden die Maschinen- und Anlagenteile montiert.

Parallel zum Pelletwerk erfolgt der Bau eines eigenen Lagerstandortes im Hafen von Port Arthur, südlich von Woodville, am Golf von Mexiko. In dem Tiefseehafen errichtet German Pellets fünf Pelletsilos mit einer Gesamtkapazität von 75.000 t sowie eine Verladeeinrichtung, die so ausgelegt ist, dass Schiffe bis zur Panamax-Größe, die bis zu 70.000 t Holzpellets fassen, verladen werden können. Die erste Schiffsladung soll im zweiten Quartal 2013 ausgeliefert werden. Die Produktionsmenge ist unter Vertrag. Die Holzpellets aus Woodville werden an ein Kraftwerk in Großbritannien geliefert, das von Kohle auf Holzpellets umgestellt hat. Der Transport der Pellets von Woodville zum Hafen erfolgt mittels eigener Lkw-Flotte und ist auch per Bahn möglich.

Die Produktionskapazität in Woodville liegt bei 578.000 Jahrestonnen Holzpellets. Der Rohstoffbedarf dafür wurde vertraglich langfristig gedeckt. Der Südosten der USA ist aufgrund seiner Holzvorkommen und seines milden Klimas, in dem Holz im Vergleich zu Deutschland rund dreimal so schnell wächst, ein interessanter Standort. Hinzu kommt, dass die Papier- und Zellstoffindustrie ihre Produktionskapazitäten deutlich reduziert hat, sodass Holz in ausreichendem Maße langfristig zur Verfügung steht. Die Rohstofflieferungen in Form von Rundholz erfolgen ab Anfang 2013.

German Pellets

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