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Geringes Angebot bestimmt Holzmarkt in Bayern

Wie der Bayerische Waldbesitzerverband informiert, herrscht aufgrund der in vielen Regionen anhaltenden Zurückhaltung des Kleinprivatwaldes am Holzmarkt weiterhin eine große Nachfrage nach dem Rohstoff Holz. Zu einer weiteren Verschärfung der Nachfragesituation auf dem bayerischen Holzmarkt kann das Wiederanlaufen des Klausner-Werkes in Landsberg führen. Bereits vor Wiederanlaufen des Werkes hat das Ankündigen der Übernahme der Klausner-Werke in Wismar und Landsberg durch den russischen Konzern Ilim zu Unruhe auf dem bayerischen Holzmarkt geführt. Mittlerweile ist auch das Urteil des Obersten Gerichtshof in Wien bekannt gegeben mit dem der Vertrag der BaySF mit der Klausner-Gruppe aus dem Jahr 2005 nicht als wettbewerbsverzerrend bewertet wurde. Die BaySF steht wegen der Belieferung des Standortes Landsberg mit Klausner in Verhandlung.

Die Nachfrage nach Fichtenrundholz ist über alle Sortimente gut und wird weiterhin nicht erfüllt. Zahlreiche Abnehmer haben mittlerweile erhebliche Versorgungsschwierigkeiten. Die Preise für Fichtenabschnitte und -Stammholz konnten bereits zum Ende des zweiten Quartals weiter gesteigert werden. Die aktuellen Abschlüsse haben weitere Steigerungen umgesetzt, wobei vielfach – gerade bei Forstzusammenschlüssen – von Quartalsabschlüssen abgesehen wurde und eher kurzfristige Absprachen angestrebt werden. Mittlerweile zeigt sich beim Waldbesitz ein zunehmendes Interesse Holz bereitzustellen.
Das Preisniveau liegt für Fichtenabschnitte BC im Mittel bei 88 bis 96 €/Fm für L 2b. In Süd- und Ostbayern erleben wir eine zunehmende Angleichung des Preisniveaus. Stammholzpreise L B 2b liegen bei 85 bis 96 €/Fm. C-Holzabschläge betragen meist 10 € in Bayern, der Tannenabschlag zwischen 5 und 10 €. Zwischen den Stärkeklassen liegen 7 bis 10 € Differenz. Das Preisniveau für D-Holz liegt zwischen 38 und 65 €, im Mittel bei 50 bis 55 €/Fm.

Gesondert vereinbarte Käferpreise liegen bei 79 bis 80 € für L 2b. Insgesamt sind die vereinbarten Konditionen aber uneinheitlich und liegen zwischen dem Frischholzpreis und Abschläge von diesem bis zu 25 %.

Auch die Nachfrage nach Kiefernholz ist anhaltend gut. Das Preisniveau liegt bei 62 bis 72 €/Fm für Abschnitte L BC 2b. D-Holz liegt zwischen 36 und 62 €/Fm.

Aufgrund des geringen Industrieholz-Angebots wurden die Papierholzverträge der Forstwirtschaftlichen Vereinigungen nachverhandelt. Anstelle von ursprünglich vereinbarten Preisrücknahmen wurden Preissteigerungen von 3 Euro vereinbart. Das Preisniveau liegt nunmehr bei einem Auszahlungspreis von 32 €/Rm.

Bayerischer Waldbesitzerverband

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