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Geringe Sturmschäden in Baden-Württembergs Wäldern

Von einer Beeinträchtigung des Holzmarktes durch die Sturmschäden ist nicht auszugehen, zumal die Nachfrage nach Frischholz durchweg hoch ist.

„Nach den Stürmen in den ersten Wochen des Jahres überwiegt bei den Waldbesitzenden in Baden-Württemberg die Erleichterung“, so die Bilanz des Präsidenten der Forstkammer Baden-Württemberg Roland Burger anlässlich der Vorstandssitzung der Forstkammer am 23. Januar. „Zwar sind einzelne Betriebe auch stärker betroffen, landesweit sind die Sturmholzmengen jedoch überschaubar“, so Burger. Basierend auf den Meldungen der Mitgliedsbetriebe der Forstkammer geht der Verband von deutlich unter 1 Fm Schadholz pro Hektar aus. Von einer Beeinträchtigung des Holzmarktes sei daher nicht auszugehen, zumal die Nachfrage nach Frischholz durchweg hoch sei.

Sturmschäden nach Tief Burglind und Tief Friederike

Den größten Teil der aktuellen Sturmschäden in den baden-württembergischen Wäldern hat das Sturmtief Burglind am 3. Januar 2018 verursacht, jedoch prägten Einzel- und teilweise Nesterwürfe das Schadensbild. Schadensschwerpunkte lagen im Hoch- und Südschwarzwaldwald.

Das zweite große Sturmtief Friederike, das vergangene Woche über Deutschland hinwegfegte, ist nördlich an Baden-Württemberg vorbeigezogen und hat die Wälder hierzulande weitgehend verschont.

Zusätzliche Arbeit hat das stürmische Wetter den Waldbesitzenden dennoch beschert. In vielen Wäldern wurden einzelne Bäume teilweise oder ganz entwurzelt. Diese sollten zeitnah aufgearbeitet werden, da sich ansonsten von dort im Frühjahr die Borkenkäfer ausbreiten könnten. „Noch ist das Wetter auf unserer Seite, die Böden könnten nasser nicht sein – aber es wird auch in diesem Jahr sicherlich der Moment kommen, wo wir uns Regen wünschen werden“, so Burger.

Die Aufarbeitung des Sturmholzes werde in jedem Fall noch einige Zeit in Anspruch nehmen. „Oberstes Gebot ist bei der Sturmholzaufarbeitung die Sicherheit der Menschen im Wald“, betont der Präsident der Forstkammer. Den Waldbesitzenden empfiehlt er deshalb, gegebenenfalls auf die Hilfe von Profis zurückzugreifen. Die Waldbesucher bittet er, Wegesperrungen im Wald zu berücksichtigen – zur eigenen Sicherheit und zur Sicherheit derer, die sich der gefährlichen Aufgabe der Sturmholzaufarbeitung widmen.

Forstkammer Baden-Württemberg

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