ABO
Georg Watzek †

Georg Watzek †

Am 8.10.2010 verstarb Georg Watzek nach langer und schwerer Krankheit. Mit ihm ist ein Waldschützer von uns gegangen, der auf über 30 Jahre außerordentlich fruchtbare und segensreiche Arbeit im Waldschutz zurückblicken konnte. Watzek, 1941 in Genzeck (Kreis Glatz) geboren, begann 1955 eine forstliche Lehre an der Forstschule Obora und wechselte 1958 an die Forstschule in Trautenau. Nach seiner Militärzeit bei der Jagdverwaltung der 1. Panzerdivision war er von 1963 bis 1970 in der tschechischen staatlichen Forstverwaltung Königgrätz als Leiter eines Forstbetriebes tätig. Im September 1970 floh er mit seiner Familie nach Deutschland. Von 1971 bis 1976 arbeitete er als Technischer Assistent bei Prof. Wellenstein und bei Prof. Vité im Forstzoologischen Institut der Universität Freiburg. 1976 wechselte Georg Watzek an die Niedersächsische Forstliche Versuchsanstalt, wo er 30 Jahre in der Abteilung Waldschutz wirkte.
Seine Stärke war die Beratung vor Ort, gepaart mit einem gewaltigen Fachwissen, immer in möglichst engem Kontakt zu Kollegen und Waldbesitzern. Hier konnte er seine Fähigkeiten im Umgang mit Menschen und seine praktischen Erfahrungen im Waldschutz einsetzen, die fast immer konkrete Hilfe brachten. Viele erlebten ihn in seiner typisch mitreißenden Art bei Schulungen oder Fortbildungen, viele verdanken ihm nachhaltige Sicherheit in ihren Forstbetrieben und viele sind ihm außerordentlich dankbar für das energische, professionelle Beenden verlustreicher oder kritischer Situationen.
Der niedersächsische Waldschutz, insbesondere im Bereich Borkenkäfer und Mäuse, wurde nachhaltig durch sein Engagement, seine besonderen Fähigkeiten, seine innovativen Ansätze und seinen unstillbaren Forschungsdrang geprägt. Wichtige Meilensteine dabei waren z.B. die Entwicklung verschiedenster Fangsysteme für Käfer und Mäuse, an denen er maßgeblich oder auch federführend beteiligt war. Nur wenige unbeschwerte Jahre waren ihm nach seiner Pensionierung vergönnt. Bald nagte der unselige Krebs an ihm und veränderte sein Leben. Die Abt. Waldschutz und auch viele Kollegen und Waldbesitzer werden Georg Watzek in dankbarer Erinnerung behalten.
M. Habermann, H. Niemeyer

Auch interessant

von