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Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung feiert 25. Geburtstag

Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung feiert 25. Geburtstag

Hessens Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister hat am 17. September 2012 in Dillenburg am 25. Geburtstag der Georg-Ludwig-Hartig Stiftung teilgenommen. In seiner Ansprache würdigte der Staatssekretär das Wirken der Stiftung, die nach dem bekanntesten hessischen Forstmann benannt ist. Georg Ludwig Hartig gilt als „Erfinder“ des forstlichen Nachhaltigkeitsgedankens. „Georg Ludwig Hartig hat als einer der ersten das Prinzip der Nachhaltigkeit sowohl theoretisch beschrieben und vermittelt, als auch praktisch auf der Fläche umgesetzt. Die Ergebnisse seiner Arbeit sind heute in Form von vielfältig nutzbaren Wäldern sichtbar. Nachhaltigkeit und Forstwirtschaft gehören zusammen“, so Weinmeister. Der Staatssekretär betonte, dass die hessische Landesregierung sich in besonderer Weise dem Prinzip der multifunktionalen, nachhaltigen Forstwirtschaft verpflichtet fühle. „Aufgabe unserer Forstleute ist nicht nur den nachhaltigen Rohstoff Holz zu produzieren, sondern auch einen artenreichen Lebensraum zu erhalten und für Waldbesucher vielfältige Erholungsmöglichkeiten im Wald sicherzustellen“, sagte Weinmeister.

1987 wurde auf Initiative der Hessischen Landesforstverwaltung die Georg-Ludwig-Hartig-Stiftung ins Leben gerufen. Die Stiftung fördert Persönlichkeiten, die sich durch hervorragende Beiträge zur Förderung der Forstwirtschaft, der Forstwissenschaften oder verwandter Disziplinen im Sinne der Nachhaltigkeit verdient gemacht haben, mit dem „Georg-Ludwig-Hartig-Preis“. Sie unterstützt die Arbeiten forstlicher Nachwuchskräfte, die im Sinne des Nachhaltigkeitsgedankens tätig sind. Gefördert wurden bisher über 100 wissenschaftliche Arbeiten mit Zuwendungen von insgesamt über 100.000 Euro. Die Stiftung fördert auch Studienaufenthalte von Forstleuten aus anderen Ländern in Hessen, damit diese die Umsetzung der Nachhaltsidee kennenlernen und in das Heimatland übertragen können. Hierdurch soll ein Beitrag geleistet werden, der weiteren Zerstörung der Wälder entgegenzuwirken. Mit derselben Zielsetzung können wissenschaftliche Fachkongresse veranstaltet und Beratungen in diesen Ländern vorgenommen werden.

Hintergrund Georg Ludwig Hartig

Oberlandforstmeister Staatsrat Prof. Dr. h.c. Georg Ludwig Hartig gilt heute als einer der wohl bedeutendsten deutschen Forstwirtschaftler. Nach Hans Carl von Carlowitz (1713) gilt er als „Erfinder“ des forstlichen Nachhaltigkeitsgedankens, indem er ihn zum tragenden Prinzip der Forstwirtschaft gemacht hat.

Georg-Ludwig-Hartig Stiftung
 

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