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Georg-Ludwig-Hartig-Preis für Prof. Dr. Jürgen Nagel

Georg-Ludwig-Hartig-Preis für Prof. Dr. Jürgen Nagel

Am 29. Oktober wurde Professor Dr. Jürgen Nagel von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) in Göttingen mit dem Georg-Ludwig-Hartig-Preis ausgezeichnet. Damit würdigt die gleichnamige Stiftung die herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten Nagels, mit denen er in den letzten 30 Jahren den Übergang von den EDV-gestützten Waldwachstumsmodellen zu den modernen Waldwachstumssimulatoren in Deutschland wesentlich mitgestaltet hat. Der Vorsitzende des Stiftungsrates Dr. Berthold Riedesel Freiherr zu Eisenbach bezeichnete Nagel in seiner Laudatio als einen herausragenden Wissenschaftler, der zugleich ein geschätzter Kollege, fürsorglicher Vorgesetzter, aufgeschlossener Hochschullehrer und hilfsbereiter Ansprechpartner für die forstliche Praxis sei.Nach seinem Studium der Forstwissenschaften in Göttingen und an der Universität von Kalifornien in Berkeley promovierte Nagel an der Forstlichen Fakultät in Göttingen und kam 1987 als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur damaligen Niedersächsischen Forstlichen Versuchsanstalt. Hier wurde ihm bald die Leitung des Sachgebietes „Waldwachstumsmodellierung und Informatik“ in der Abteilung Waldwachstum übertragen. Dieses Sachgebiet leitet er noch heute erfolgreich unter dem Dach der im Jahre 2006 neu gegründeten Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt.Seit seiner Habilitation im Jahr 1999 nahm Prof. Nagel außerdem viele Lehrverpflichtungen an der Forstwissenschaftlichen Fakultät wahr und betreute zahlreiche Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten. Über 10 Jahre leitete er zudem mit großem Erfolg die Sektion Ertragskunde im Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten (DVFFA). Außerdem ist Nagel Gutachter für mehrere wissenschaftliche Zeitschriften. Seine wissenschaftlichen Arbeiten sind in weit mehr als 100 Publikationen dokumentiert.Mit dem von ihm entwickelten Waldwachstumssimulator lassen sich die Entwicklungen nahezu jeder Waldbestandesstruktur und -zusammensetzung in Rein- und Mischbeständen beschreiben. Handlungsoptionen können überprüft und waldbauliche Szenarien simuliert werden. Dieses Verfahren ist mittlerweile erfolgreich in die Forsteinrichtungsverfahren der Landesforstbetriebe in Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein integriert worden.

NW-FVA

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