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Geocaching – Freizeitbeschäftigung contra Natur- und Eigentumsschutz!

Geocaching – Freizeitbeschäftigung contra Natur- und Eigentumsschutz!

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände und die Arbeitsgemeinschaft der Grundbesitzerverbände wehren sich gegen ein ungehindertes Geocaching und fordern eine angemessene Rücksichtnahme auf Natur und Eigentum. In einer gemeinsamen Kurzpositionierung nehmen sie zum Thema Geocaching Stellung.

Die moderne Form der „Schnitzeljagd“, die darin besteht, kleine und größere Gegenstände in der Landschaft zu verstecken und sie dann im Internet durch die Angabe der entsprechenden Koordinaten zur Suche freizugeben, erfreut sich einer wachsenden Zahl von Anhängern. Laut Angaben der Veranstalter sind zur Zeit schon ca. 140.000 „Geocaches“ versteckt und entsprechend viele Menschen beteiligen sich an der Suche. Trotz der sicherlich anerkennenswerten Versuche der Veranstalter, die Beteiligten auf die Regeln des Tier- und Naturschutzes hinzuweisen, werden die Caches weiterhin in Naturschutzgebieten, abseits von Wegen oder in unzugänglichen Waldbereichen versteckt, teilweise sogar an Bäume genagelt!
Dieses Verhalten ist nicht hinzunehmen! Das Vorgehen der Geocacher beeinträchtigt nicht nur die Belange des Naturschutzes und stört die Wildtiere in ihren Rückzugs- und Brutgebieten – das Geocaching lässt sich auch nicht mehr unter das allgemeine Betretensrecht im Wald und in der Landschaft einordnen. „Jedermann darf sich grundsätzlich im Wald und in der Natur frei bewegen, solange er es zum Zweck der Erholung tut und sich auf den angelegten Wegen oder Pfaden aufhält.“ Das Ausschwärmen und Auslegen von nicht in die Natur gehörenden Gegenständen ohne Abstimmung mit den Eigentümern verletzt dieses Recht! Zu prüfen bleibt, inwieweit es sich bei dem in der Natur abgelegten cache um eine ungenehmigte Lagerung von Abfällen handelt! Den Geocachern sollte zudem bewußt sein, daß die Grundeigentümer bei auftretenden Unfällen auf keinen Fall haften!
Wald, Wiesen und Äcker sind vor allem forst- und landwirtschaftliche Flächen und keine öffentlichen Parkanlagen! Weder die Waldbesitzer noch die Grundbesitzer verschließen sich dem Anliegen, Menschen über den Weg des direkten Erlebens stärker an die Belange des Naturschutzes und der Land- und Forstwirtschaft heranzuführen. Wir fordern jedoch, dass die Rechte der Eigentümer respektieren.
AGDW

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