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Gemeinschaftsprojekt zum Quellschutz im Bayerischen Staatswald abgeschlossen

Gemeinschaftsprojekt zum Quellschutz im Bayerischen Staatswald abgeschlossen

Das gemeinsam von Bayerischen Staatsforsten und Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) im Jahr 2008 gestartete Projekt „Quellschutz im Staatsforst“ wurde jüngst erfolgreich abgeschlossen. Auf der Abschlussveranstaltung am 19. April zogen der Vorstand der Staatsforsten, Reinhardt Neft, und der LBV-Landesvorsitzende, Ludwig Sothmann, eine positive Bilanz des Gemeinschaftsprojekts. Die Kooperation hatte das Ziel, den Quellschutz in die Bewirtschaftung des Staatswaldes zu integrieren, um den Schutz der Quellen institutionell sicherzustellen. Waldquellen sind Trinkwasserspender und Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die sich an diese feuchten Standorte angepasst haben.
Quellen sind wichtig für den Naturschutz im Wald
„Wir sind froh, dass sich die Bayerischen Staatsforsten mit dem Quellschutz der Biodiversitätssicherung im Wald mit uns gemeinsam angenommen haben“, kommentierte Ludwig Sothmann die Zusammenarbeit mit den Staatsförstern. „Es bestand hierfür dringender Handlungsbedarf. Die nun kartierten wertvollen Quelllebensräume können so nachhaltig gesichert werden“. Im Rahmen des Projekts wurden aber nicht nur die natürlichen Quellen erfasst, sondern auch Maßnahmenkonzepte für deren Erhalt erarbeitet. „Mit den Ergebnissen des Quellschutzprojekts haben wir nun die richtigen Instrumente für unsere Försterinnen und Förster, um die Quell-Biotope fachgerecht zu pflegen. Sie werden daher auch in die Naturschutzkonzepte aller unserer Forstbetriebe übernommen“, so Vorstand Reinhardt Neft bei der Abschlussveranstaltung am Buchberg (Lkr. Neumarkt) im Bereich des Forstbetriebes Allersberg.
Kooperation beim Quellschutz der richtige Weg
Während der fünfjährigen Laufzeit des Quellschutzprojekts wurden mehr als 1800 Waldquellen kartiert, deren Zustand erfasst und konkrete Pflegemaßnahmen abgeleitet. Das von den Bayerischen Staatsforsten finanzierte und von einem hauptamtlichen Wissenschaftler des LBVs betreute Gemeinschaftsprojekt beinhaltete auch ein Fortbildungsmodul für Försterinnen und Förster, um die bayernweite Umsetzung der Maßnahmen sicherzustellen. Dazu zählen etwa das Pflanzen von quelltypischen Baumarten oder das Entfernen von Rohren oder Fassungen. Dies geschah auch an der Buchbergquelle im Neumarkter Wald. Mit einem Bagger wurde die in Stein gefasste Einhausung der Quelle und eine betonierte Wasserrinne abgetragen und dann mit groben Kalksteinen renaturiert. An einem benachbarten Quellbereich wird ebenfalls eine Renaturierung stattfinden, hier werden im Quellumfeld Fichten entnommen und dafür Laubbaumarten im Wachstum gefördert.
Bayerische Staatsforsten

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