ABO
Diese reicht vom Waldholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau bis hin zum Vertrieb durch den Handel.

Gemeinsames Krisenmanagement zum Schutz des Waldes

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) hat auf seiner Mitgliederversammlung am 16. Mai die Wichtigkeit eines gemeinsamen Krisenmanagements für das Cluster Forst und Holz bekräftigt. Die Politik sei in der Pflicht, die Waldbesitzer im Klimawandel zu unterstützen und dafür finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen.

Die Warnemünder Erklärung des Deutschen Forstwirtschaftsrates vom 9. April 2019 wird von der Holzwirtschaft daher begrüßt. Die Politik ist gefordert, die Waldbesitzer dabei zu unterstützen, den Wald klimastabil wieder aufzuforsten. Es müssen darüber hinaus gesetzliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, um für künftige Schadereignisse ein professionelles Krisenmanagement aufzubauen, das im Bedarfsfall schnell und unbürokratisch abgerufen werden kann. Die Holzwirtschaft unterstützt die Forderungen der Forstwirtschaft und bringt sich aktiv in die Erarbeitung geeigneter Maßnahmen ein.

Belastungen durch den Klimawandel – die Politik ist gefragt!

Die Holzwirtschaft sieht die Politik in der Pflicht, die Waldbesitzer im Klimawandel zu unterstützen und dafür finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. „Die Belastungen, die der Klimawandel mit sich bringt, müssen von der gesamten Volkswirtschaft und nicht von einzelnen getragen werden“, betont Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrats. Zudem seien die derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen für ein effizientes Krisenmanagement, das unter anderem die Prävention, das Schadensmonitoring sowie marktentlastende Maßnahmen beinhaltet, nicht ausreichend. Hierbei wird sich die Holzwirtschaft weiterhin dafür stark machen, ein solches Management gemeinsam mit der Forstwirtschaft zu entwickeln und einzurichten. Der Gesetzgeber und die Ministerien müssen dann dafür sorgen, dass die Maßnahmen entsprechend rechtlich verankert und im Bedarfsfall abgerufen werden.

Darüber hinaus diskutierte die Holzwirtschaft, wie der Klimaschutzbeitrag der Holzverwendung deutlich gesteigert werden kann. Es braucht ein Klimaschutzgesetz und ein Gebäudeenergiegesetz, das die Reduktion von Kohlendioxid im gesamten Lebenszyklus von Gebäuden in den Fokus der Maßnahmen stellt.

Holzbau hat noch Klimaschutz-Potenzial

Denn ein wesentlicher Teil der Lösung ist die Forcierung des Holzbaus zur Erhöhung der CO₂-Bindung und zur Substitution von klimaschädlichen Baustoffen durch eine stärkere Verwendung von Holz. „Die Holzbauweise kann beim energieeffizienten und ökologischen Bauen Schwerpunkte setzen“, unterstreicht Erwin Taglieber, Vizepräsident des DHWR. Im mehrgeschossigen Wohnungsbau sei die Holzbauweise derzeit jedoch deutschlandweit unterrepräsentiert und schöpfe ihr Potenzial nicht aus.

 

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) vertritt über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Mrd. € generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab. Diese reicht vom Waldholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau bis hin zum Vertrieb durch den Handel. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.

DHWR

Auch interessant

von