Waldschutz

Gemeinsame Handreichung zu Nassholzlagerplätzen

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

In Baden-Württemberg haben das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) und das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft (UM) eine gemeinsame Handreichung für die Zulassung und den Betrieb von Nassholzlagerplätzen erarbeitet.

Hintergrund sind steigende Schadholzanfälle infolge von Wetterextremen. Diese treten als Effekt des Klimawandels immer häufiger auf, sei es als Sturm, Starkniederschlag oder Hitze. Folgeschädlinge sind Schadorganismen wie der Borkenkäfer.

Infolge von Sturm, Dürre und Schadorganismen mussten in den vergangenen Jahren große Mengen Schadholz notgeerntet werden. Kommt in kurzer Zeit zu viel Rundholz auf den Markt kann dieses nicht rechtzeitig aus dem Wald abgefahren werden kann. Qualitätseinbußen und Schäden durch Borkenkäfer am verbleibenden Wald sind oft die Folge. Entspannung schaffen in dieser Situation Nassholzlagerplätze.

Holz schonend konservieren

Aufgearbeitetes Rundholz wird dort eingelagert, beregnet und kann dadurch über mehrere Jahre qualitätssichernd konserviert werden. Auf diese Weise könne der ohnehin geringe Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald weiter minimiert und gleichzeitig einer weiteren Ausbreitung von Borkenkäfern vorgebeugt werden, erklärt Forstminister Peter Hauk MdL.

„Vor diesem Hintergrund haben das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft eine gemeinsame Handreichung erarbeitet, die allen beteiligten Institutionen und Behörden einen kompakten Überblick über die aktuellen Rahmenbedingungen zur Zulassung und zum Betrieb von Nassholzlagerplätzen geben soll“, betonte Umweltministerin Thekla Walker MdL.

Für ausreichend Wasser sorgen

Das Wasser für die Beregnung des Holzes wird meist aus Flüssen und Bächen entnommen. Deshalb haben beide Ministerien Kriterien und Rahmenbedingungen definiert, um einerseits ausreichend Wasser für die Beregnung zu haben und andererseits eine Schädigung der Gewässer und ihrer Bewohner zu vermeiden. Gemeinsames Ziel ist es, Nassholzlagerplätze nur an Fließgewässern mit ganzjährig ausreichender Wasserführung zu errichten. Zudem sind bei der Standortwahl die Belange des Naturschutzes zur berücksichtigen.

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Handreichung zur Errichtung von Nassholzlagerplätzen