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Die Kooperation für mehr Naturschutz st vereinbart: Landrat Martin Wolf (links) und der Vorstandvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten AöR Martin Neumeyer unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung zur ökologischen Weiterentwicklung des Nördlichen Feilenforsts.

Gemeinsam für mehr Naturschutz im Wald

Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) und der Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm vereinbarten eine kooperative Zusammenarbeit zur ökologischen Weiterentwicklung des Nördlichen Feilenforsts. Die Kooperation wird von vielen Fachleuten mitgetragen und umgesetzt. Vertreter der BaySF, der Landwirtschaftsverwaltung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Pfaffenhofen, der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Pfaffenhofen, die Bürgermeister der Stadt Geisenfeld und der Gemeinde Ernsgaden, sowie Vertreter der Naturschutzverbände waren bei der Vertragsunterzeichnung am 20. April durch Landrat Martin Wolf und den Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer dabei.

Konkret handelt es sich um den Nördlichen Feilenforst bei Geisenfeld, der aufgrund seines charakteristischen engen Wechsels aus Wald, Gewässern und Offenlandflächen und dem Vorkommen von besonderen Arten wie Frauenschuh, Halsbandschnäpper und Waldschnepfe, ein ökologisches Kleinod darstellt. In seinem Charakter erhalten und fortentwickelt wird der Feilenforst durch die Bayerischen Staatsforsten, deren Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer in der gemeinsamen Vereinbarung den Wald und seine Bewohner als große Gewinner sieht: „Nur wenn wir diese Kulturlandschaft bewahren und aktiv weiterentwickeln, können wir die Naturschönheiten auch erhalten. In einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit dem Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm wollen wir zeigen, dass nachhaltiger Naturschutz in der Kooperation verschiedener Partner sehr gut funktioniert“, so der Staatsforstenchef.

Konkrete Maßnahmen im Feilenforst

Die Partner haben konkrete Maßnahmen und Projekte definiert, die ab sofort schrittweise umgesetzt werden sollen. Beispielsweise die Sicherung und Erhöhung des Alt- und Totholzanteiles, die Freistellung und Vitalisierung alter Eichen und besonderer Kiefern sowie die Umsetzung eines Beweidungskonzepts zur Pflege der Offenlandbereiche mit geeigneten Weidetieren. Zudem werden heimische Blühpflanzen als Nahrungsgrundlage für Insekten gefördert und eine Verbesserung der Besucherlenkung und des Bildungsangebots im Feilenforst, u.a. mit Schautafeln, Faltblättern und einem Informationspavillon realisiert.

Landrat Wolf begrüßt die Zusammenarbeit mit den Staatsforsten. „Wir erhalten und verbessern nicht nur einen besonderen Lebensraum in unserem Landkreis, sondern beschreiten für die Umsetzung der Ziele auch einen beispielhaften Weg. In kooperativer Form und nicht in Naturschutzverordnungen werden wichtige Zielsetzungen umgesetzt. Die Menschen sind eingeladen, die Umsetzung der Ziele zu verfolgen. Das ist für mich das Besondere an dieser Kooperation“.

Der für den Feilenforst zuständige Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten hat in Absprache mit dem Landratsamt bereits wichtige Projektmaßnahmen umgesetzt, wie etwa die Verdopplung der Flächen der beiden zum Feilenforst gehörenden Naturwaldreservate oder den Ausbau eines Besucherwegs.

BaySF

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