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Mehr Geld für Naturschutz in Thüringen

Mehr Geld für Naturschutz in Thüringen

Das Stiftungskapital der Stiftung Naturschutz Thüringen ist um weitere drei Millionen Euro aus Landesmitteln aufgestockt worden. Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz übergab heute in Erfurt die Zuweisung an die Stiftung. Damit erhöht sich das Stiftungskapital auf insgesamt rund neun Millionen Euro. Mit den Kapitalerträgen fördert die Stiftung Projekte Dritter im Bereich der Umweltbildung und –forschung, der Landschaftspflege und des Naturschutzes. „Der praktische Naturschutz kommt auch in Thüringen nicht ohne das Engagement von Vereinen und Einzelpersonen aus. Deshalb freue ich mich, dass die Stiftung Naturschutz fortan noch mehr Initiativen unterstützen kann“, sagte Minister Reinholz.
Neben der Förderung Dritter verfolgt die Stiftung eigene Projekte, die in der Regel nicht aus den Kapitalerträgen, sondern aus der Ausgleichsabgabe finanziert werden. Gegenwärtig stehen beispielsweise die Revitalisierung der Moorlandschaft „Alperstedter Ried“ und die Renaturierung eines Altarmes der Werra bei Sallmannshausen auf dem Programm.
Eine zentrale Aufgabe der Stiftung sind Erhalt und Pflege des Grünen Bandes, eines einzigartigen Biotopverbundes an der früheren deutsch-deutschen Grenze. Seit 2010 ist die Stiftung Naturschutz Eigentümerin der ehemaligen Bundesflächen (3.900 Hektar) am Grenzstreifen. Auf Thüringen entfallen mit 763 Kilometer mehr als die Hälfte der Grenzlinie. Bei ihrer Gründung im Jahr 1995 wurde die Stiftung mit einem Kapital von umgerechnet 1,25 Millionen Euro ausgestattet. Der Freistaat hat das Stiftungskapital immer wieder erhöht, zuletzt im Februar 2011 auf insgesamt sechs Millionen Euro.
TMLFUN

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