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Gedenken an Georg-Ludwig Hartig in Berlin

Gedenken an Georg-Ludwig Hartig in Berlin

Mit einer Feierstunde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin am 2. Februar gedenken Brandenburger und Berliner Forstleute, Mitglieder des Brandenburger Landtags, Vertreter von Hochschulen und von forstlichen Verbänden des 175. Todestags von Georg Ludwig Hartig (1764 – 1837). Mit der Ehrung auf Initiative des Brandenburgischen Forstvereins rückt einer der Begründer der modernen Waldwissenschaften in den Mittelpunkt, dessen Grundsätze bis heute von Brandenburgs Forstleuten befolgt werden und der auch in Brandenburg wirkte.

Hartig hat im Land dem Prinzip der Nachhaltigkeit zum Durchbruch verholfen und es zum tragenden Prinzip der Forstwirtschaft gemacht. Dauer, Stetigkeit und Gleichmaß der Holzerträge sind seitdem der wesentliche Inhalt von forstlicher Nachhaltigkeit.

Unter Hartigs Leitung begann ein neuer, wissenschaftlicher Umgang mit dem Wald. Die Nutzung der Wälder wurde ökonomisch berechenbar gemacht, um frühzeitig die Schwelle zum Raubbau erkennen zu können. Hartig bezeichnete das Prinzip der Nachhaltigkeit als ein „ethisches und zugleich ökonomisches Richtmaß“. Die Wälder seien so zu benutzen, „dass die Nachkommenschaft wenigstens ebenso viele Vorteile daraus ziehen kann, als sich die jetzt lebende Generation zueignet“.

Hartig war es auch, der dem preußischen Finanzminister empfahl, in Berlin und später in Eberswalde eine Forstakademie zu errichten.

Die Grabaufschrift „Nachwelt ehre den Mann, der der Forste Gedeihen gefördert“ ist auch für heutige Forstleute Verpflichtung. Die Grabstätte unweit der Friedhofskapelle ist ein Ehrengrab des Landes Berlin.

MIL Brandenburg

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