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Gebietskulisse für Nationalpark in Rheinland-Pfalz vorgestellt

Gebietskulisse für Nationalpark in Rheinland-Pfalz vorgestellt

Umweltministerin Ulrike Höfken stellte am 12. Juni in Züsch die Gebietskulisse für den möglichen Nationalpark in Rheinland-Pfalz vor. Naturschutzfachliche Kriterien sowie die Ergebnisse aus Bürgerdialog, kommunalem Eckpunktepapier wie auch Wirtschafts- und Tourismusbelange seien in die Abgrenzung eingeflossen. „Der Nationalpark im Hunsrück nimmt Gestalt an: Über 9 200 ha ziehen sich bewaldete Höhen von der Nahe über den Erbeskopf bis an die Mosel, über die Verbandsgemeinden Birkenfeld, Hermeskeil, Herrstein und Thalfang. Dazu kommen noch etwa 920 ha im Saarland“, verkündete die Ministerin. Die Kulisse ist ein erster Teil des Landeskonzeptes, den das Ministerium im Rahmen von Nationalparkforen der Öffentlichkeit vorstellt. Höfken: „Hier entsteht ein Nationalpark über Landesgrenzen hinweg, den auch eine kulturgeschichtliche Besonderheit verbindet, mit der Gebietskulisse im Hochwald haben wir gemeinsam ein gutes Resultat erzielt.“

Die Kulisse sei etwas kleiner als der Vorschlag des Eckpunktepapiers, da Belange der Region berücksichtigt wurden. So habe man beispielsweise besonders ertragsstarke Waldanteile herausgelassen, um den Bedenken der Säge- und Holzindustrie entgegenzukommen oder Flächen nicht aufgenommen, um die Brennholzbereitstellung ortsnah sicherzustellen.

Naturschutzfachlich hoch geeignet, umfasse das Gebiet einen ausgewiesenen Hotspot der Biodiversität. Von 21 Biotoptypen im Gebiet stehen 12 auf der Roten Liste für Deutschland. „Wir sind internationalen und nationalen Vereinbarungen wie der Biodiversitätsstrategie verpflichtet. Dazu gehört es, zehn Prozent des öffentlichen Waldes der Natur zu überlassen“, so Höfken. Mit der Nationalparkkulisse würde die Fläche in Rheinland-Pfalz auf 7,8 Prozent anwachsen. Ein Nationalpark habe zudem den Vorteil, dies mit Entwicklungs- und Einkommenschancen für die Region zu verbinden.

Die Nationalparkkulisse werde Grundlage der weiteren Planungen sein. In den nächsten Monaten werde das Ministerium weitere Ergebnisse und am 26. September das Gesamtkonzept vorstellen. Danach werde es erneut der Region zur Zustimmung vorgelegt. „Im nächsten Jahr könne der Nationalpark schon Realität werden“, so Höfken.
 
 

MULEWF

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