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GD Holz fordert höhere Beteiligung der Industrie an Transportkosten

Anlässlich der Tagung der Rohholzgruppe Nord im Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) in Papenburg wurde über die zunehmende Kostenbelastung bei Rohholztransporten diskutiert.

Neben den gestiegenen Energiekosten spielen auch steigende Rohstoffkosten beispielsweise zur Reifenherstellung eine wichtige Rolle und belasten die Kalkulation des Rohholzhandels stark. Der Handel sieht sich daher gezwungen, die gestiegenen Kosten für Transport und Logistik an seine Kunden der Holz verarbeitenden Industrie weiterzugeben. „Die gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten sind in der normalen Kalkulation nicht mehr unterzubringen, wir müssen sie daher in den Transportkosten als Zuschläge möglichst transparent ausweisen“, so der neu gewählte Vorsitzende der Rohholgruppe Nord im GD Holz, Klaus Reimann.

Die Erhebung von Frachtkosten oder Transportkosten ist beispielsweise beim Platzholzhandel üblich und orientiert sich an der Kostenbelastung für den reinen Transport, aber auch an Entfernung, Liefermenge und weiteren Kriterien. „Es geht wesentlich darum, dass zumindest die Frachtpreise auch die tatsächlichen Kosten decken. Wichtig ist dabei, die LKW-Kalkulation dynamisch auf die Einsatzbedingungen des LKW abzustimmen. Dazu ist es notwendig, veränderte Kosten mit aufzunehmen. Steigende Rohstoffpreise in der Reifenherstellung und stetig steigende Treibstoffkosten sind zwei Kostentreiber, die einen akuten Handlungsbedarf in der Preisgestaltung erzwingen“, führt Reimann weiter aus.

Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) ist die berufständische Interessenvertretung des Holzhandels. Seine rund 1000 Mitglieder mit 1200 Standorten vereinigen etwa 80 % des Gesamtumsatzes im Holzhandel. Die Rohholzgruppe Nord hat für die Mitglieder eine wichtige Netzwerkfunktion.

GD Holz

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