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Ehrengast und Hauptredner der Mitgliederversammlung war Cajus Caesar, Waldbeauftragter der Bundesregierung und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages.

Fusion der Holzverbände DeSH und VHK

Auf der Mitgliederversammlung des Fachbereichs Sägeindustrie, Holzhandel und verwandte Industriezweige im Verband der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern/Thüringen e. V. (VHK) am 28. September in München haben Vorstand und Geschäftsführung Details zur Fusion mit dem Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH) bekanntgegeben.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2019 soll der Fachbereich Säge des VHK Teil des DeSH werden. Der Vorsitzende des Fachbereichs, Hans-Peter Fickler, bekräftigte dabei: „Ziel bleibt eine einflussreiche Sägervertretung auf allen Ebenen mit einer starken regionalen Verwurzelung.“ Die Geschäftsstelle in München bleibt als Regionalvertretung des DeSH erhalten ebenso wie der bayerische Beirat der Sägeindustrie mit Vertretern aus allen Regierungsbezirken in Bayern.

Zusammenarbeit auf vielen Ebenen

Der Sprecher des Beirats erhält künftig einen festen Platz im Vorstand des DeSH. „Wir arbeiten bereits jetzt mit dem VHK auf vielen Ebenen zusammen. Mit der Fusion erhält diese Zusammenarbeit den angemessenen Rahmen und eine größere Schlagkraft“, erläuterte DeSH Präsident Carsten Doehring die Pläne. Der rechtliche Rahmen der Fusion wird am 22. November 2018 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des VHK und des DeSH festgelegt.

Ehrengast und Hauptredner der Mitgliederversammlung war in diesem Jahr Cajus Caesar, Waldbeauftragter der Bundesregierung und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages. Er erläuterte in seinem Vortrag die Bedeutung von Verbänden im politischen Entscheidungsprozess. Zudem begrüßte er den Schritt hin zu einer starken und einheitlichen Sägervertretung, die mit einer Stimme spricht. So könne sie sich mehr Gehör in Berlin und Brüssel verschaffen. „Politische Entscheidungsprozesse sind immer komplexer geworden, daher ist es umso wichtiger, sich mit umfangreicher fachlicher Expertise in die Gesetzgebung einbringen zu können und darüber hinaus strategisch vernetzt zu agieren. Der DeSH ist hier auf einem sehr guten Weg,“ versicherte Caesar und betonte, „dass von der Fusion auch die bayerischen Säger profitieren und ihre Anliegen besser vorbringen können.“

Diskussion

Neben den Fusionsplänen diskutierten die Teilnehmer auch über aktuelle politische und forstwirtschaftliche Themen. Dabei äußerten viele Säger ihre Sorge vor einem Einschlagstopp aufgrund des Borkenkäferbefalls. „Wir sind auf eine Versorgung mit Frischholz angewiesen, da sich Käferholz nicht für alle Produkte eignet“, erklärte Fickler. Insbesondere für kleine und mittelständische Betriebe hätte ein Einschlagstopp existenzbedrohende Folgen, denn diese haben sich in der Regel auf Produkte spezialisiert, für die das verblaute Käferholz ungeeignet ist. „Eine Familie, die nach langer Überzeugungsarbeit mit Holz baut, möchte keine Fenster, Dielen oder andere sichtbare Bauelemente mit einem Blaustich in ihrem neuen Eigenheim. Schlechte Qualität zerstört das mühsam und mit viel Werbemitteln aufgebaute Vertrauen in das Bauen mit Holz“, fasste Fickler seinen Appell für eine gesicherte Frischholzversorgung zusammen.

Zum Abschluss der Veranstaltung ehrte Hans-Peter Fickler Herrn Walter Schneider für seine langjährigen Verdienste um die bayerische Holzwirtschaft und überreichte ihm die Verdienstplakette des Bayerischen Holzwirtschaftsrates in Gold.

Vorstand und Geschäftsführung erläuterten auf der Mitgliederversammlung Details und Zeitplan der Fusion. Der Ehrengast Cajus Caesar, Waldbeauftragter der Bundesregierung, hob die Vorzüge einer starken Interessenvertretung hervor.

VHK

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