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Für den Klimaschutz muss der Wald weiter genutzt werden

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR) kritisiert die im Waldbericht der Bundesregierung geforderte Ausweitung der Vertragsnaturschutz-Flächen auf mindestens 10 % des Privatwaldes.

Angesichts des am 6. September 2017 von der Bundesregierung veröffentlichten Waldberichts ruft die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) dazu auf, die dort geforderten Flächenstilllegungen zu hinterfragen. Wenn Deutschland seinen wichtigsten nachwachsenden Rohstoff, das Holz, nicht nutzt, wird es seine Klimaschutzziele noch deutlicher verfehlen ohnehin bereits absehbar.

Der deutsche Wald ist in einem hervorragenden Zustand, konstatiert der Waldbericht. Dies ist erfreulich und ein Ergebnis weltweit vorbildlicher Forstwirtschaft, kommentiert die AGR. Angesichts der übergeordneten Klimaschutzziele der Bundesregierung warnt AGR-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge jedoch ausdrücklich davor, die Flächenstilllegungen auf 10 % auszuweiten (Vertragsnaturschutz-Flächen): „Bis 2020 sollen die deutschen Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Wie soll das gelingen, wenn die Holznutzung als eine der wichtigsten Möglichkeiten, auf erdölbasierte Produkte zu verzichten, derart eingeschränkt wird?“

Er ergänzt: „Es wächst heute deutlich mehr Holz nach, als genutzt wird. Gerade der Holzbau bietet verbunden mit einer ökologischen, energiesparenden und gesunden Bauweise großes Potenzial, das klimaschädliche Kohlendioxid im Gebäudesektor zu reduzieren. Es ist doch absurd, das einheimische Holz durch Flächenstilllegungen künstlich zu verknappen und die dann fehlenden Holzmengen zu importieren?“

Der Wald ist nicht nur ein wichtiger Rohstofflieferant und Garant für die Versorgung der holzbasierten Wirtschaft in Deutschland, sondern bietet auch rund 650.000 Beschäftigten einen Arbeitsplatz in überwiegend ländlichen Regionen.

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher

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