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FSC zur Verfassungsbeschwerde des Holzenergie-Fachverbands Baden-Württemberg

Der FSC Deutschland zur Verfassungsklage des Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg (HEF) vor dem Staatsgerichtshof Baden-Württemberg:
Damit stellt der Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg Partikularinteressen über die Interessen der Bevölkerung und die Belange künftiger Generationen. Selbst wenn sich für einzelne Betreiber von Kleinkraftwerken durch die FSC-Zertifizierung im Landeswald Rahmenbedingungen ändern sollten, so darf nicht außer Acht gelassen werden, dass der HEF lediglich Einzelinteressen einer überschaubaren Branche vertritt. Diese müssen im Verhältnis zum Wunsch der Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs nach einer verantwortungsvollen naturnahen Waldbewirtschaftung mit verlässlichen Umwelt- und Sozialstandards im Landeswald gesehen werden. Der Holzenergie-Fachverband Baden-Württemberg stellt nun diesen Konsens für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft in Frage.
Der FSC Deutschland wünscht sich eine sachliche Debatte im Rahmen der Beteiligungsmöglichkeiten zum FSC-Standard, die allen Interessierten offen stehen. Die durch den HEF geschürte Polemik wird auch durch abwegige Behauptungen deutlich, die einen Bezug zwischen Preisentwicklungen beim Brennholz und den Regelungen des FSC-Standards konstruieren. Klar ist: Die Energiewende in Deutschland ist nicht vom Energieträger Holz abhängig und die FSC-Zertifizierung von Wäldern trägt hier weder zum Gelingen noch zum Scheitern bei.

Aus keinem der großen bisher in Deutschland FSC-zertifizierten Waldflächen sind Probleme bekannt, wie sie vom HEF heraufbeschworen werden. Vielmehr sind positive Entwicklungen für die Beschäftigten im Wald, die Verbesserung der Artenvielfalt und die Beteiligung von Bürgerinteressen an der Forstwirtschaft in FSC-Betrieben belegbar.

FSC Deutschland

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