Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
FSC zur EU-Holzhandelsverordnung

FSC-Vollversammlung in München

Auf Einladung des FSC und des Unternehmens Klöpfer trafen sich am 6. und  7. Juni etwa 100 Akteure aus (Forst-) Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften sowie der NGO- und Nachhaltigkeitsszene im HolzForum in München, um über wegweisende Themen, die den FSC weiterhin als Zugpferd im Bereich Waldzertifizierung und Impulsgeber für demokratische Prozesse etablieren sollen, zu diskutieren.
„Am Anfang jedes Holzproduktes sollte der nachhaltige Umgang mit dem Wald stehen“, begrüßte Karl Becker, Geschäftsführer und Mitinhaber der Klöpfer Gruppe, die Gäste. „Denn die nachhaltige Waldwirtschaft ist die Grundlage unserer Zukunft als Menschheit und auch für uns als Unternehmen. Der FSC ist dabei unser wichtigster Partner.“
Drei Appelle kristallisierten sich für die FSC-Mitglieder heraus: Die Umweltvertreter wünschen sich, dass die Regeln des FSC konsequent umgesetzt und eingehalten werden. Das Anliegen der Sozialvertreter ist, dass der FSC sich für erweiterte gesellschaftliche Ansprüche öffnet. Die Wirtschaft fordert praktikable Lösungen zur Umsetzung von FSC-Regeln bei der Herstellung von Produkten.
Der jetzige Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Erwin Hussendörfer wurde nach vierjährigem Vorsitz aus seinem Amt verabschiedet. Als Nachfolger wurde Dirk Riestenpatt von den Berliner Forsten gewählt. „Wir müssen deutlicher kommunizieren, was der FSC will und wofür der FSC eigentlich steht. Wir müssen uns besser verständlich machen, um Menschen zu erreichen, von FSC zu überzeugen und so das Wachstum des FSC auf der Fläche und auf dem Markt zu beschleunigen“, bekräftigte der neue Vorsitzende Riestenpatt seinen zukünftigen Einsatz für den FSC.
Auch im Vorstand der Wirtschaftskammer hat der FSC nun zwei neue Gesichter: Hans Röhrs, Geschäftsführer der Holzring GmbH, und Tobias Heimpel, Hauptgesellschafter und Geschäftsführer einer Agenturengruppe im Bereich Marketing und Kommunikation.
Weitere zentrale Ergebnisse der Veranstaltung waren:
  • Mit überwältigender Mehrheit haben die FSC-Mitglieder eine Änderung im Deutschen FSC-Standard zugestimmt. Mit Umsetzung dieser Regelung müssen Lohnunternehmer im FSC-zertifizierten Forstbetrieb in Zukunft nach geltenden Tarifverträgen entlohnt werden. Darüber hinaus muss auch bei Lohnunternehmern die Einhaltung von verbindlichen Qualitätsstandards nachgewiesen werden. Entsprechende Kontrollen müssen jährlich und vor Ort durchgeführt werden. Ein entsprechender Nachweis kann hierfür z.B. auch über bestehende Zertifikate für Lohnunternehmer wie z.B. das RAL- Zertifikat GZ 244 erbracht werden.
  • Der FSC International hat offiziell eine nationale Controlled-Wood-Risikoanalyse für Deutschland anerkennt. Mit diesem Dokument werden alle bislang gültigen unternehmensgeführten Risikoanalysen abgelöst. Die Veröffentlichung der Risikoanalyse erfolgt in den nächsten Tagen.
  • Die feierliche Würdigung neuer FSC-Zertifikate in Bayern. Das bisherige Einzelbetriebliche Zertifikat des Universitätsforstamt Sailershausen wurde in eine FSC-Gruppenzertifizierung überführt und ist somit das erste Gruppenzertifikat in Bayern. Darüber hinaus wurde die FSC-Gruppe der ersten Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land gewürdigt.
 
FSC

Auch interessant

von