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FSC zur EU-Holzhandelsverordnung

FSC schafft Alternative zum Mindestlohn im Wald

In FSC-zertifizierten Wäldern dürfen künftig keine Unternehmer mehr eingesetzt werden, die ihren Mitarbeitern nur Dumpinglöhne zahlen. Neben den fest angestellten Waldarbeitern sind auch Unternehmer gefordert ihre Mitarbeiter tariflich zu entlohnen. Die Unternehmer müssen zudem dafür sorgen, dass auch alle eventuell nachgelagerten Unternehmer/Subunternehmer die tarifliche Entlohnung sicherstellen. Die Regelung gilt nicht nur für forstliche Tätigkeiten, adressiert sind auch Tätigkeiten aus dem Bereich des Garten- und Landschaftsbaus, die ebenfalls im Wald durchgeführt werden. Existieren in einem Bundesland keine entsprechenden Verträge kommen die im jeweiligen Bundesland geltenden Tarifverträge für die Waldarbeiter des öffentlichen Dienstes zur Anwendung. Damit erhält jeder, wie auch immer Beschäftigte, in Deutschlands FSC-zertifizierten Wäldern grundsätzlich eine tarifliche Entlohnung.
Harald Schaum, Vorstand der IG BAU meint dazu: „Was die Politik bisher nicht geschafft hat, nämlich einen einheitlichen Mindestlohn für den Forstsektor um zu setzten, regelt der FSC für seine Forstbetriebe jetzt selbstständig. Damit wird sehr klar, dass der FSC nicht nur in naturschutzfachlichen Fragen, sondern auch bei sozialen Anforderungen einen deutlichen Unterschied macht zu nicht-FSC-zertifizierten Forstbetrieben.“
 
FSC

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