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Der Forest Stewardship Council FSC ist eine internationale, gemeinnützige Organisation

FSC im Kommunalwald

Seit 20 Jahren wird in den Gemeindewäldern von Waldalgesheim und Weiler (Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz) nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) gearbeitet.

„Die Gemeinden Waldalgesheim und Weiler haben bereits vor 20 Jahren mit der FSC-Zertifizierung ihrer Gemeindewälder begonnen, die Ökosysteme fit für die nächste Generation zu machen. Damit waren sie Vorreiter einer unabhängigen Nachhaltigkeitszertifizierung in den Wäldern von Rheinland-Pfalz. Und darauf dürfen sie mit Recht stolz sein“, sagte Ulrike Höfken, Staatsministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, anlässlich einer Feierstunde im Waldalgesheimer Wald (13.5.2019).

Nach den Verwüstungen durch Orkane Ende der 1990er Jahre war die Neuanlage von Mischwäldern das Mittel der Wahl. Die Ortsgemeinden haben sich bereits im Jahr 1999 den anspruchsvollen und international anerkannten Anforderungen des FSC an eine nachhaltige und naturnahe Waldbewirtschaftung gestellt.

FSC für den Gemeindewald besonders geeignet

Vor allem im Sinne einer größtmöglichen Transparenz der Waldbewirtschaftung biete FSC objektive Beurteilungsmöglichkeiten. Der neutrale Blick von „außen“ schärfe die Sicht auf den eigenen Wald, so Höfken: „Die Zertifizierung ermöglicht während des gesamten Verfahrens die Teilnahme interessierter Bürgerinnen und Bürger, sowohl bei den Auditterminen im Wald als auch bei der öffentlichen Präsentation der Auditergebnisse. Partizipation ist ein Markenzeichen des FSC und daher gerade für den Gemeindewald besonders geeignet.“

Die Folgen des Dürresommers 2018 sind überall in Rheinland-Pfalz sichtbar, 84 % der Waldbäume sind krank, 11 % mehr als im Vorjahr, führte die Ministerin an. Daher gelte es, den in Waldalgesheim und Weiler eingeschlagenen Weg einer ökologisch ausgerichteten Waldbewirtschaftung konsequent fortzuführen.

„Wald-Lebens-Brücke“

Ministerin Höfken besuchte im Anschluss an die Feierstunden außerdem den Waldalgesheimer Ruheforst und stellte das Projekt „Wald-Lebens-Brücke“ vor. Die „Wald-Lebens-Brücke“ verbindet Altbaumbestand und Waldverjüngung miteinander und ermöglicht barrierefreie Waldzugänge.

Red./MUEEF RP

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