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Erster FriedWald im NRW-Staatswald

Erster FriedWald im NRW-Staatswald

Im Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft wird voraussichtlich ab Frühjahr 2011 der erste FriedWald des Landesbetriebs Wald und Holz NRW eingerichtet. Nach mehrjähriger Beratung und Planung haben die Stadt Lohmar als Friedhofsträger, die FriedWald GmbH als Betreiber und der Landesbetrieb Wald und Holz NRW als Waldbesitzer am 20. September in einem Wald im Rhein-Sieg-Kreis die zukünftige Zusammenarbeit besiegelt.
„Der FriedWald Lohmar-Heide ist ein guter Anfang. Wir beabsichtigen, den Menschen in Nordrhein-Westfalen weitere Bestattungswälder im Staatswald anzubieten“, erklärt Frank-Dietmar Richter, Leiter von Wald und Holz NRW. Der Staatswald sei der Wald der Bürger und als Ort für alternative Bestattungsformen außerhalb der herkömmlichen Friedhöfe stark nachgefragt.
Durch die Vertragsunterschrift erhält Axel Horn, Förster im Lohmarer Wald, eine neue Funktion. Der Mitarbeiter des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft wird FriedWald-Förster, ein Teil seines Reviers voraussichtlich ab Mai 2011 zu einem Bestattungswald. Axel Horn wird sich weiterhin um die Pflege des Waldes und die Ernte des Holzes, die klassischen Aufgaben eines Försters, kümmern. Doch auf 60 Hektar seines Reviers, ein Laubwald mit vornehmlich Buchen und Eichen, kommt für Horn eine Aufgabe hinzu, die bei Wald und Holz NRW bislang einmalig ist. Als FriedWald-Förster wird Axel Horn bei Waldführungen das Konzept der Naturbestattung erklären. Er wird Menschen begleiten, die einen Baum als Grabstelle für ihre letzte Ruhe suchen. Und er wird dabei sein, wenn Verstorbene beigesetzt werden. Dafür wird er im Vorfeld durch die FriedWald GmbH geschult.
Für die Betreiber war bei der Planung des neuen FriedWald-Standortes in Lohmar wichtig, sich auch mit den christlichen Kirchen abzustimmen. Diese Zusammenarbeit soll auch nach der Vertragsunterzeichnung und nach der geplanten Eröffnung fortgesetzt werden. Neben dem Lohmarer Bürgermeister Wolfgang Röger sowie dem städtischen Beigeordneten Michael Hildebrand und Petra Bach, Geschäftsführerin der FriedWald GmbH, nahm auch der Regionalforstamtsleiter Uwe Schölmerich an der Vertragsunterzeichnung im neuen FriedWald teil. „Für uns Forstleute im Ballungsraum Köln – Bonn ist der FriedWald eine weitere Möglichkeit, mit den Menschen in Kontakt zu kommen, sie grundsätzlich über die Bedeutung
von Wald zu informieren“, sagt Schölmerich. So wird FriedWald-Förster Axel Horn nicht nur über die Bestattungen im Wald sondern auch über das Ökosystem selbst, seine Tiere und Pflanzen, informieren.
Landesbetrieb Wald und Holz NRW

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