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Windwurf im Solling am 18. Januar 2018

„Friederike“: 950.000 Fm Sturmholz im Landeswald Niedersachsen

Das Orkantief „Friederike“ hat am 18. Januar in Teilen der Niedersächsischen Landesforsten (NLF) schwere Schäden verursacht. Betroffen sind vor allem die Waldgebiete im Harz und im Solling. Bisher gehen die Landesforsten davon aus, dass im Landeswald insg. rund 950.000 Fm Sturmholz anfallen.

Im Solling kam es wegen des Sturms „Friederike“ zu größeren Flächenwürfen, wie sie zuletzt vor 11 Jahren bei Orkan „Kyrill“ verzeichnet wurden. Am schwersten hat es hier das NLF-Forstamt Neuhaus getroffen. Ersten Schätzungen zufolge fielen dort rund 300.000 Fm zum Opfer. Der Harz scheint dagegen glimpflicher davon gekommen zu sein. Hier überwiegen Einzel- und Nesterwürfe, die sich in Summe über die vier Harzforstämter auf rund 200.000 Fm belaufen. Damit bestätigt sich die bisherige Prognose der Landesforsten, wonach sich die Sturmholz Schäden in Südniedersachsen konzentrieren, während nördliche Landesbereiche von „Friederike“ weitgehend verschont blieben.

Aufarbeitung vom Sturmholz dauert Monate

„Die meisten Straßen sind nun wieder passierbar. Die Arbeiten auf den Waldwegen werden noch einige Wochen in Anspruch nehmen,“ erläutert Klaus Jänich, Vizepräsident der NLF, den Stand der Aufräumarbeiten. Unterstützt werden die Landesforsten aus der Luft: Zur weiteren Abschätzung des Schadensausmaßes werden die noch unzugänglichen Waldgebiete in den kommenden Tagen beflogen. Bisher gehen die NLF davon aus, dass im Landeswald insgesamt rund 950.000 Fm überwiegend Nadelholz geworfen wurden. Deren Aufarbeitung wird wohl erst in Monaten abgeschlossen sein. Die Gefahr herabstürzender Äste besteht weiterhin. Auf Waldbesuche gerade in den betroffenen Bereichen sollte deshalb zunächst verzichtet werden.

„Die Wetterkapriolen haben unser Tun gerade in letzter Zeit stark beeinflusst“ erinnert Jänich an das vergangene Jahr 2017. Nach trocken-warmem Frühjahr folgten Hochwasser und Starkniederschläge im Sommer. Zuletzt hinterließen die beiden Stürme „Xavier“ und „Herwart“ deutliche Spuren im Wald. Jänich weiter: „Uns beschäftigt die Beseitigung der Folgen und die Aufarbeitung der Schäden. Bei der Wiederaufforstung haben wir den Klimawandel im Blick und legen Wert auf stabile Mischwälder.“ Die Landesforsten planen in den nächsten Jahren vor allem die stark betroffenen Nadelholzbestände im Zuge der Ernte mit weiteren Baumarten anzureichern und dadurch zu stabilisieren.

NLF

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