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Freiwillige im Einsatz für den Nationalpark Eifel

Ende August halfen freiwillige Naturinteressierte in den Wäldern und im Offenland des Nationalparks Eifel bei verschiedenen Naturschutzarbeiten. „Hier im Nationalpark Eifel ist es besonders spannend. Wir lernen jeden Tag eine neue landschaftliche Fläche kennen und erfahren viel über die Natur“, schwärmt die kaufmännische Angestellte Divya Weiß aus Düsseldorf. Sie nimmt bereits zum vierten Mal am Bergwaldprojekt in jeweils anderen Schutzgebieten teil. Abstands- und Hygiene-Regeln wegen der Corona-Pandemie werden dabei eingehalten. So ist auch die Teilnehmerzahl dieses Jahr auf acht Personen beschränkt.

Unter der Anleitung von Projektleiter Henning Aulich vom Bergwaldprojekt e. V. und unter der Regie von Nationalpark-Ranger Marc Breuer mähten die Freiwilligen eine Wiese in der Managementzone und trugen das Mähgut ab. Weiter entfernten sie Pflanzen der Spätblühende Traubenkirsche und haben eine alte, nicht mehr benötigte Hütte abgebaut. Neben der praktischen Arbeit war auch eine Exkursion vorgesehen, um die dynamischen Abläufe und deren Bedeutung innerhalb des Waldes besser zu verstehen. „Es war interessant verschiedene Naturschutzthemen auch einmal aus einer anderen Perspektive zu erfahren. Durch die Nationalparkmitarbeiter haben wir sehr viel Interessantes gelernt“, resümiert die 28-jährige Amsterdamer Studentin Sophia Lammering, die gemeinsam mit ihrem Freund an dem Projekt teilnimmt.

Untergebracht ist die Gruppe im Dr. Dicke-Ferienhaus in Heimbach am Wald in Mehrbettzimmern und in eigenen Zelten. Die Woche über kümmert sich ein Koch um die biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Freiwilligen.

Ein wichtiges Anliegen dieser Einsatzwoche war es, den Nationalparkgedanken mit all seinen Facetten auch praktisch zu vermitteln. Ranger Marc Breuer dazu: „Der Wald ist für die verschiedenen Aspekte der Nachhaltigkeit der ideale Lehrer. Hier im Nationalpark erleben die Teilnehmenden zudem in den Prozessschutzzonen einen Wald, wie er sich in natürlicher Dynamik entwickeln kann.“

Für eine natürliche Entwicklung des Ökosystems setzen sich die freiwillig Helfenden mit großem Engagement persönlich ein. Henning Aulich vom Bergwaldprojekt: „Die tollen Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Teilnehmenden oftmals darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie beteiligen sich somit an einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Welt, die dann vielleicht auch widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisensituationen ist.“

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich ca. 3.000 Teilnehmenden und über 100 Projektwochen an verschiedenen Standorten. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Mehr Infos: www.bergwaldprojekt.de.

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