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Freistaat Sachsen: Budget für den Naturschutz steigt

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt hat am 17. März im Landtag deutlich gemacht, dass dem Naturschutz im Freistaat Sachsen eine große Bedeutung zukommt. „Der Naturschutz ist für die Staatsregierung kein Hobby, wie die Grünen glauben machen wollen“, sagte der Minister. „Wir wissen um die Aufgaben, die in den kommenden Jahren anstehen, und wir gehen diese gewissenhaft an. Das Budget für den Naturschutz steigt, der Naturschutz steht alles andere als vor dem Aus.“
In der aktuellen Förderperiode bis zum Jahr 2020 ist mit 200 Mio. € so viel Geld wie noch nie für die Unterstützung des Naturschutzes vorgesehen. In der vorangegangenen Förderperiode waren es 140 Mio. € und von 2000 bis 2006 standen 120 Mio. € zur Verfügung.
Der Naturschutz in Sachsen steht auf mehreren Säulen.
Maßnahmen des Biotop- und Artenschutzes werden über die Richtlinie „Natürliches Erbe“ gefördert. Die Richtlinie „Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen“ ermöglicht die Unterstützung flächenbezogener Maßnahmen von landwirtschaftlichen Unternehmen. Fördermittel für die naturschutzgerechte Teichbewirtschaftung gibt es über die Richtlinie „Teichwirtschaft und Naturschutz“.
Für Vorhaben des Biotop- und Artenschutzes, der naturschutzgerechten Nutzung von Landwirtschaftsflächen sowie der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit wurden 2015 insgesamt 17,4 Mio. € ausgezahlt. Bewilligt wurden in der aktuellen Förderperiode bislang 130 Vorhaben mit einem Mittelvolumen von 7,3 Mio. €. Hinzu kommen mehr als 500 bewilligte Förderanträge zur Wolfsprävention.
Der Minister machte deutlich, dass die flächenbezogene Förderung in Sachsen in den vergangenen zwei Jahren trotz des Wechsels zwischen zwei Förderperioden nahtlos fortgesetzt wurde. Landwirtschaftliche Betriebe erhalten hierbei Förderung unter anderem für die naturschutzgerechte Ackerbewirtschaftung für Vögel der Feldflur, für die Anlage von Blühflächen und Brachen und für die Pflege von Grünlandbiotopen. Rund 2.800 landwirtschaftliche Betriebe erhalten am 30. März vom Freistaat Sachsen Fördermittel für die freiwillige Teilnahme am Agrarumwelt- und Klimaprogramm im Jahr 2015 in Höhe von insgesamt 28 Mio. €.
Schmidt wies erneut auf das zinsgünstige Förderdarlehen der Sächsischen Aufbaubank zur Vorfinanzierung bewilligter Naturschutzmaßnahmen hin.
Zusammenarbeit mit allen Akteuren
Der Minister betonte schließlich, dass für den Freistaat alle Akteure im Naturschutz wichtig seien: „Wir unterstützen Naturschutzverbände, Land-, Forst- und Teichwirte sowie Kommunen und Privatpersonen bei ihrer Arbeit für den Natur- und Artenschutz. Der Freistaat bekennt sich zu seiner Verantwortung für den Naturschutz und wird auch weiterhin mit allen Akteuren zusammenarbeiten.“
SMUL

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