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Franz Lödige i.R.

Franz Lödige i.R.

Forstdirektor Franz Lödige wurde am 25.4.2012 aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Lödige entstammt einer Familie, in deren Besitz sich einige Sägewerke befanden. Das Studium der Forstwissenschaften diente eigentlich der Vorbereitung zur Übernahme der Sägewerke. Doch rief der Wald wohl stärker, sodass Lödige seit 1976 im Dienst des Landes NRW, zuletzt bei Wald und Holz NRW, stand. Nach Einstieg in die Landesforstverwaltung ist er viele Jahre im Ministerium und in der Waldarbeitsschule Neheim-Hüsten aktiv gewesen. Seine längste und schönste Zeit allerdings war die Zeit als Forstamtsleiter in Paderborn von 1984 bis 2007.
Im Regionalforstamt Hochstift war er bis zur Pensionierung Leiter des Fachgebiets Landeseigener Forstbetrieb und bewirtschaftete dort äußerst erfolgreich den größten Staatswald in NRW. Sein Wirken lässt sich an den Waldbildern im Staatswald deutlich erkennen: Strukturreichtum, Beteiligung von Mischbaumarten, zahlreiche Buchenvoranbauten und das Belassen von Alt- und Totholz. Dabei legte er Wert auf die Multifunktionalität des Staatswaldes und bewies, dass ökonomischer Erfolg mit dem Schutz des Naturerbes vereinbar ist. Die Wälder im Hochstift mit ihrem besonderen Arteninventar, wie Wildkatze oder Schwarzstorch, beweisen es. Lödige sprach sich auch als einer der Ersten für die Entwicklung eines Teils der Staatswaldflächen im RFA Hochstift zum Nationalpark aus und bewies somit wie besonderen Weitblick.
Lödige genoss sowohl bei Partnern der Holzverarbeitung als auch bei Forstleuten und Naturschützern ein hohes Ansehen. Der Leiter von Wald und Holz NRW, And-reas Wiebe, wünschte Franz Lödige bei der Verabschiedung viel Zeit für seine zweite große Leidenschaft, die Zucht der Senner Pferde, und freute sich, dass Lödige weiterhin als Rotwildsachverständiger im Jagdbeirat wirkt. Neuer Fachgebietsleiter und stellvertretender Amtsleiter wird Oberforstrat Dirk Kreienmeier.

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