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Frank-Dietmar Richter in den Ruhestand verabschiedet

Frank-Dietmar Richter in den Ruhestand verabschiedet

Nach mehr als 40 Jahren im Dienst der Landesforstverwaltung Nordrhein-Westfalens ist Frank-Dietmar Richter, der Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, zum 1. Februar 2011 in Ruhestand getreten. am 14. Februar wurde er durch Minister Johannes Remmel im Rahmen einer Feierstunde auf Gut Havichhorst in Münster offiziell verabschiedet. Richter führte den Landesbetrieb in den vergangenen drei Jahren und war zuvor als Reorganisationsbeauftragter an seiner heutigen Struktur und Ausrichtung maßgeblich beteiligt. Neben der Konsolidierung des Landesbetriebes als Einheitsforstverwaltung waren die Folgen des Orkans Kyrill und die Entwicklung zukunftsfähiger forstlicher Tätigkeitsfelder unter sich ändernden gesellschaftlichen Ansprüchen Schwerpunkte in Richters letzten Dienstjahren.
„Herr Richter hat den Umbau der Landesforstverwaltung in Nordrhein-Westfalen maßgeblich mit gestaltet. Ich danke ihm für sein langjähriges Engagement für das Land. Mit ihm geht nicht nur ein Kenner des Waldes und der Forstverwaltung, sondern auch ein geschätzter Kollege und Vorgesetzter. Ich wünsche ihm weiterhin alles Gute“, sagte Umweltminister Johannes Remmel.
Geboren 1944 in Baruth/ Mark (Brandenburg), verbringt Frank-Dietmar Richter seine Kinder- und Jugendzeit im westfälischen Coesfeld. Nach dem Abitur und dem Studium an den forstlichen Fakultäten Göttingen und in Freiburg erwirbt er sein Diplom im Jahr 1971. Sein Diplomarbeitsthema über die Bedeutung forstlicher Zusammenschlüsse trifft das Kernthema der Forstwirtschaft des Bundeslandes, in dem Richter seine Laufbahn beginnen und beenden wird: Nordrhein-Westfalen hat 65 Prozent Privatwald.
Im Anschluss an sein Referendariat und das Staatsexamen beginnt Richters forstliche Tätigkeit in den Referaten Forstpolitik und Öffentlichkeitsarbeit der Höheren Forstbehörde bei der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe in Münster. Nach drei Jahren wechselt er 1976 als Dezernent und stellvertretender Leiter in das Forstamt Steinfurt im Münsterland. Dort übernimmt er 1980 die Forstamtsleitung. Richters Zeit in Steinfurt ist geprägt durch die Intensivierung der Privatwaldbetreuung, dem Aufbau einer zentralen Holzvermarktung und der Einführung des naturnahen Waldbaus. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt besteht in der Kooperation mit den Biologischen Stationen und Verbänden beim Naturschutz im Wald. Nach der Wiedervereinigung ist es ihm über die Landesgrenzen hinaus ein Anliegen, kollegiale Verbindungen zu den Landesforstverwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg aufzubauen. Diese halten bis zum heutigen Tag. Nach 24 Jahren im Forstamt Steinfurt wird Frank-Dietmar Richter im Jahr 2000 die Leitung der Höheren Forstbehörde Westfalen-Lippe übertragen, die er bis zur Eingliederung in den neu geschaffenen Landesbetrieb Wald und Holz im Jahr 2005 innehat. In dem aus den beiden Höheren und den 35 Unteren Forstbehörden hervorgegangenen Landesbetrieb wird Richter zunächst stellvertretender Leiter und später mit dessen Reorganisation beauftragt. Am 1. Januar 2008 wird er zum Leiter ernannt.
Mit Frank-Dietmar Richter verlässt eine Führungspersönlichkeit die Landesforstverwaltung, der sowohl die Zukunft der Verwaltung als auch des gesamten Forstberufes eine Herzensangelegenheit war. Die Beschäftigten verlieren einen Vorgesetzten, der auch in schwierigen Zeiten immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen hatte. In seinem Ruhestand kann sich Frank-Dietmar Richter jetzt seinen bisher zu kurz gekommenen Leidenschaften wie der historischen Forstliteratur, der Kunst und der Musik widmen.
Landesbetriebes LB Wald und Holz NRW

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