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Frachtenbörse nimmt Fahrt auf

Frachtenbörse nimmt Fahrt auf

Forst & Technik hat im Dezember 2016 eine Frachtenbörse vorgestellt, die sich speziell dem Rundholztransport verschrieben hat. Gegründet hat die Plattform holz-transporte. eu der ehemalige Holzhändler Matthäus Hirscher aus Osterode am Harz, weil der Rundholztransport in den normalen Frachtenbörsen schlichtweg nicht stattfindet. Dabei wäre eine effiziente Organisation von Rückfrachten dringend nötig, um Leerfahrten zu vermeiden.

Um ehrlich zu sein: Gebrummt hat es auf holz-transporte.eu bisher nicht. Aktuell scheint jedoch etwas Leben in die Sache zu kommen, denn Firmen wie Holz-Klade, Bockelmann Holz und UPM Augsburg haben versuchsweise einige Aufträge eingestellt: mehrere tausend Festmeter Nadel- und Laubholz zwischen 3 und 5 m Länge. Selbst eine kleine Langholzmenge kam zuletzt noch rein. Jetzt liegt es an den Frächtern, die Chancen zu nutzen. Leider bleibt die Resonanz bisher aber aus. Ein Disponent vermutet, dass das Holztransportgewerbe für diese Form der Auftragsvermittlung einfach noch nicht weit genug ist. An der Webseite an sich oder an den Kosten liegt es seiner Meinung nach eher nicht. Vielmehr erwarten viele Holzfrächter immer noch, dass die Frachtsätze auch leere Rückfahrten abdecken müssen.

Kosten fallen in der Startphase der Holz-Frachtenbörse erst an, wenn ein Fuhrauftrag zustande kommt: 3 % des Transportnettos hat die Spedition dann an den Plattformbetreiber abzuführen. Sollte sich die Frachtenbörse am Markt etablieren, denkt Hirscher für die Zukunft aber eher an eine Jahrespauschale.

Oliver Gabriel

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