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Der Prototyp des Pendelarm-Forwarders XT28 Foto: Skogsforsk

Fortschritt auf Pendelarmen

Pendelarmfahrwerke kennt man in Forstmaschinen nur bei den EcoLog-Harvestern. Das schwedische Forschungsinstitut Skogsforsk testet jedoch seit drei Jahren einen Forwarder, der ebenfalls mit einem solchen Fahrwerk ausgestattet ist. Das Fahrzeug XT28 greift ein Konzept der Firma Skogsjan auf, die Mitte der 1990er Jahre mit dem 12-t-Forwarder 2000 Soft die gleiche Idee hatte. Auch Skogsjan-Käufer Caterpillar hatte die Idee noch bis ins Jahr 2000 mit dem Modell Tigerking LF14 verfolgt.Wie beim 2000 Soft lassen sich auch die sechs Räder des XT28 individuell um 1 m in der Höhe verstellen. Auf diese Weise bleibt das Chassis auch in unebenem Gelände in der Waagerechten. Dadurch ergibt sich nicht nur eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und ein entsprechend gleichmäßiger Bodendruck, auch der Fahrer profitiert, weil er weitgehend gerade sitzt, weniger Schaukelbewegungen ausgesetzt ist und weniger Stöße abbekommt. So kann man im schweren Gelände möglicherweise deutlich schneller fahren und spart dabei trotzdem noch Treibstoff ein, weil nicht das gesamte Maschinengewicht über ein Hindernis gehoben werden muss. Auf der anderen Seite verbraucht jedoch die aktive Ansteuerung der Pendelarme Energie.Ein weiteres Merkmal des XT28 sind seine zwei Knickgelenke, mit denen sich das Fahrzeug fast wie eine Schlange durch die Gassen winden kann. Damit kann man aber gleichzeitig eine besonders hohe Spurtreue erreichen und Scherkräfte auf die Bodenoberfläche vermeiden.Die Firma Extractor hat den Prototypen gebaut. Projektpartner sind neben Bosch Rexroth und Skogsforsk die Universität Linköping und das Royal Institute of Technology KTH in Stockholm.

Skogsforsk/Red.
Ein weiteres Kennzeichen des Pendelarm-Forwarders ist das zusätzliche Knickgelenk am Ladewagen Foto: Skogsforsk Der Prototyp des Pendelarm-Forwarders XT28 Foto: Skogsforsk

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