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Forstzusammenschlüsse tagten in Rendsburg

Rund zwanzig Vertreter Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse aus dem ganzen Bundesgebiet trafen sich am 22. und 23. Juli 2010 in Rendsburg, um sich über Chancen und Herausforderungen der überbetrieblichen Zusammenarbeit von privaten Forstbetrieben auszutauschen. Weit über die Hälfte der deutschen Waldfläche von 11 Millionen Hektar befinden sich im Eigentum von fast zwei Millionen privaten und kommunalen Waldbesitzern. Der überwiegende Teil der vielen kleinen und mittelgroßen Privatwaldbesitzer ist in Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen organisiert, um eine ordnungsgemäße und nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Wälder sicher zu stellen.
Die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse bieten ihren Mitgliedern meist ein breites Dienstleistungsangebot von der forstfachlichen Beratung über die Waldpflege bis zum Holzverkauf. „Die Idee der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse ist getragen von der Erkenntnis, dass Zusammenarbeit bei der Waldbewirtschaftung stark macht“, bringt Norbert Leben, Vizepräsident und Ausschussvorsitzender der Forstzusammenschlüsse in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) die Intention auf den Punkt. „Große Sägewerke wollen heute konstant und verlässlich mit großen Holzmengen aus den Forstbetrieben beliefert werden. Das können wir im Privatwald nur leisten, wenn wir uns zusammenschließen und so unsere Marktposition verbessern“, erläutert Leben beispielhaft die Arbeit der Zusammenschlüsse.
Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse müssen heute wie Unternehmen geführt werden. Die Tagungsteilnehmer erwartet daher ein volles Programm mit den Themen Umsatzsteuer, Berufsgenossenschaft, PEFC-Waldzertifizierung und forstliche Förderung. Nicht zuletzt ist gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium noch der diesjährige Bundeskongress für Führungskräfte Forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse zu planen. Gut das alle Teilnehmer in Sachen Zusammenarbeit geübt sind.
AGDW

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