Ausbildung

Forstwissenschaftliche Tagung 2021 – Wald: Wie weiter?

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Vom 13. bis 15. September 2021 fand die Forstwissenschaftliche Tagung am Zentrum Wald-Forst-Holz Weihenstephan in einem komplett digitalen Format statt. 440 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tauschten sich zu Themen wie Wald, Politik und Gesellschaft, Klimawandel, Biodiversität und Schutz der Lebensgrundlagen, Störungen, Baumartenwahl, Betriebswirtschaft, Bioökonomie sowie Ökosystemleistungen, Fernerkundung und Genetik aus.

Besonders begehrt waren die Keynotes mit bis zu 280 Zuhörern, aber auch die Sessions “Waldsterben 2.0”, “Forstliche Ökosystemleistungen”, “Baumartenwahl im Klimawandel” sowie “Digitalisierung und Klimaanpassung” und “Wasserhaushalt und Trockenstressrisiko im Klimawandel” waren stark frequentiert.

Forstwissenschaftspreis

Einen Höhepunkt der Tagung bildete die Verleihung des durch die Eva Mayr-Stihl Stiftung ausgestatteten Deutschen Forstwissenschaftspreises an Privatdozent Dr. Sebastian Seibold von der Technische Universität München (TUM) für seine herausragenden Arbeiten zur Biodiversität von Wäldern.

Digitale Tagung

Eine moderne Tagungsplattform ermöglichte unter den pandemiebedingten Einschränkungen den Austausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und stellte insbesondere für die zahlreichen jungen Teilnehmenden eine Möglichkeit zur Präsentation ihrer Ergebnisse bereit. Das digitale Format ermöglichte beispielsweise auch jungen Müttern und Vätern eine aktive Teilnahme oder sogar ein “Reinschnuppern” aus dem Urlaub. Alle Vorträge wurden aufgezeichnet und können von den Tagungsteilnehmenden über 30 Tage hinweg im Anschluss an die Veranstaltung nachgehört werden.

Man habe sich zunächst an das unkonventionelle Tagungsformat gewöhnen müssen, erklärt der Sprecher des Organisationskomitees Professor Dr. Thomas Knoke, TUM. Am Ende konnten die grundsätzlichen Ziele aber hervorragend erreicht werden: Die Forstwissenschaftliche Tagung bilde die Forstwissenschaften in ihrer gesamten disziplinären Breite ab und diene dadurch dem Austausch der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die disziplinären Grenzen hinweg.

Alle zwei Jahre

Veranstaltet wird die Forstwissenschaftliche Tagung im zweijährigen Turnus gemeinsam von den Forstwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern der Universitäten in Dresden, Freiburg, Göttingen und München und dem Deutschen Verband Forstlicher Forschungsanstalten. Erstmalig fand die Tagung im Jahr 2000 in Freiburg statt. Der reguläre Termin wäre also 2020 gewesen. Er wurde pandemiebedingt auf 2021 verschoben.

Das heißt, dass ab jetzt die Tagungen in den ungeraden Jahren stattfinden. Die nächste Forstwissenschaftliche Tagung ist für 2023 in Tharandt angesetzt.

Quelle: ZWFH Weihenstephan

Quelle: ZWFH Weihenstephan