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Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse sind starker Pfeiler der Waldwirtschaft

Der 14. Bundeskongress der Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse tagt in Wernigerode. Rund 120 Führungskräfte aus ganz Deutschland diskutieren über die Mobilisierung zur Sozialwahl und über ein Risikomanagement.

„Die Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse sind eine wesentliche Plattform für die Holzmobilisierung und Bewirtschaftung im Kleinprivatwald“, sagte Philipp Freiherr zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, anlässlich des morgen beginnenden Bundeskongresses. „Wir brauchen sie als einen starken Pfeiler unserer nachhaltigen Forstwirtschaft.“ Um den Führungskräften in den Zusammenschlüssen Rückenwind zu geben und den Austausch zu aktuellen Themen zu ermöglichen, findet vom 8. bis 10. November 2016 ein Bundeskongress statt, zu dem in diesem Jahr wieder rund 120 Gäste aus ganz Deutschland in die Stadt am Rande des Harzes anreisen werden.
Veranstalter sind – wie bereits in den Vorjahren – das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie die AGDW – Die Waldeigentümer. „Der Kongress wird auch in diesem Jahr wieder sehr gut angenommen: Das zeigt das große Interesse von Seiten der Führungskräfte aus den Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen, die sich drei Tage Zeit nehmen, um sich auszutauschen und an aktuellen Themen zu arbeiten“, sagte Peter Lohner, Referatsleiter „Nationale Waldpolitik und Jagd“ im BMEL. Der Kongress findet bereits zum 14. Mal statt.
„Dieser Kongress ist wichtig. Er gibt Impulse und bietet die Chance, neue Ideen und Kontakte in die Arbeit innerhalb der Zusammenschlüsse mitzunehmen“, sagte Norbert Leben, AGDW-Präsidiumsmitglied und Präsident des Waldbesitzerverbandes Niedersachsen. In diesem Jahr stehen die Mobilisierung der Kleinprivatwaldbesitzer zur Sozialwahl 2017 im Zentrum der Debatte, außerdem Möglichkeiten zum Aufbau eines betrieblichen Risikomanagements und die Ausschöpfung von Fördermöglichkeiten vor dem Hintergrund der neuen EU-Förderperiode 2020.
„Mit der Mobilisierung zur Sozialwahl 2017 muss frühzeitig begonnen werden“, so Philipp Freiherr zu Guttenberg. „Die SVLFG ist eine für uns wichtige Institution. Deshalb müssen gerade die kleineren Privatwaldbesitzer an die Wahlurnen, wenn sie ihre eigenen Interessen in den Gremien vertreten sehen wollen.“ So ist das Wie, Wo und Wann der Mobilisierung zur Sozialwahl Thema eines Arbeitskreises. Auslöser war die jüngste Beitragserhöhung, die bei den Zusammenschlüssen auf viel Unverständnis gestoßen ist. Auch die Möglichkeiten für ein Risikomanagement sind Thema eines Arbeitskreises. Hier bekommen die Zusammenschlüsse konkrete Hilfestellungen an die Hand zu Risikoanalyse und -management, die sie an ihre Mitglieder weitergeben können.
Der Bundeskongress macht ein weiteres Mal deutlich, welches Engagement und Durchhaltevermögen auch die vielen ehrenamtlichen Führungskräfte aufbringen, um die Strukturen im Kleinprivatwald mit Leben zu füllen und weiterzuentwickeln. „Wenige Wirtschaftsbranchen können ein so starkes ehrenamtliches Engagement aufweisen“, sagte zu Guttenberg. „Die vielen Ehrenamtlichen zeigen, wie stark die Verbundenheit der Waldbesitzer zu ihrem Wald ist. Wer seinen Wald bewirtschaftet, macht dies mit Leib und Seele.“
AGDW – Die Waldeigentümer

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