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Forstwirtschaft unauffällig

Forstwirtschaft unauffällig

Der seit Anfang 2015 geltende Mindestlohn wird jetzt schärfer kontrolliert. Diesen Schluss lassen die neuen Zahlen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll zu. Im ersten Halbjahr wurden bundesweit 24 970 Betriebe kontrolliert und 297 Verfahren wegen Verstößen gegen die Untergrenze von 8,50 € pro Stunde geführt. Allein in Baden-Württemberg waren es 55 Verfahren, was den höchsten Anteil darstellt. Der Sprecher des Hauptzollamtes Stuttgart, Thomas Seemann, belegt die steigenden Kontrollen mit weiteren Zahlen: „Während wir im ersten Halbjahr in der Region Stuttgart 16 Verfahren eröffnet haben, sind es jetzt schon 40.“ Davon handelt es sich in 31 Fällen um konkrete Mindestlohnvergehen und neunmal um Verstöße gegen Aufzeichnungspflichten. Die am Ende verhängten Geldbußen fielen drei- bis vierstellig aus, die Spitze habe bei 5 000 € Geldbuße gelegen. Für den zu gering entlohnten Arbeitnehmer muss zudem der Lohn nachgezahlt und nachversteuert werden.In der Forst- und Holzbranche gab bisher keine Auffälligkeiten, Seemann zufolge liegen die gut qualifizierten Arbeitskräfte dort bei Kontrollen deutlich über dem Mindestlohn. Auch Osteuropäer wurden kontrolliert. Ein wesentlich größeres Problem in der Forstbranche sei die Scheinselbstständigkeit. Hier gebe es permant Kontrollen und wesentlich mehr Verfahren und Bußgelder.

Daniel Haupt

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