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Forstwirtschaft in Brandenburg 2007 bis 2009

Forstwirtschaft in Brandenburg 2007 bis 2009

Das Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat den Landeswaldbericht für den Zeitraum 2007 bis 2009 vorgelegt. Minister Jörg Vogelsänger: „Brandenburg setzt mit seiner neuen Landesregierung den Weg zu nachhaltigem Wachstum fort. Mit seinem Landesbetrieb Forst Brandenburg, der ein Viertel der Waldfläche selbst bewirtschaftet und als Dienstleister für alle anderen Waldbesitzer vielfältig tätig ist, leistet Brandenburg einen praktischen Beitrag, ökonomische Effizienz mit ökologischer Wirksamkeit zu verbinden.“

Mit 1,092 Mio ha ist in Brandenburg gut 1/3 der Landesfläche Wald. Das sind 10 % des deutschen Waldes, aber 25 % aller deutschen Kiefern. Etwa 200 Fm Holz sichern einen Arbeitsplatz in der Holz verarbeitenden Industrie des Landes Brandenburg. Durchschnittlich wurden in den vergangenen Jahren 3 Mio. Fm Holz im Brandenburger Wald eingeschlagen.

Mit einem durchschnittlichen Vorrat von 240 Kubikmetern Holz pro Hektar Wald verfügt Brandenburg im Bundesländervergleich über einen sehr niedrigen Vorrat. In Brandenburg wachsen nur 7 % des deutschen Holzvorrats. Die im Land gut aufgestellte Holzwirtschaft ist auf Rohstoffimporte angewiesen.

Seit 1990 wurden 70000 ha Kiefernwald in Mischwald umgebaut. Dafür wurden 150 Mio. € investiert. Mit 5 Mio. € (60 % der forstlichen Fördermittel) hat das Land 2009 Umstellungen auf naturnahe Waldwirtschaft im Privat- und Kommunalwald gefördert. Der Waldumbau gelingt oftmals nur mit teurem Zaunbau. Für Waldbesitzer in Brandenburg, die auf ertragschwachen Standorten wirtschaften, kann dies zur Existenzfrage werden. Auf Naturverjüngungsflächen, die nicht durch Wildschutzzäune geschützt sind, werden ein Drittel weniger Pflanzen und 16 % weniger Baumarten registriert.

Derzeit sind in den Bäumen im Brandenburger Wald 70 Mio. t Kohlenstoff gebunden, was 250 Mio. t Kohlendioxid entspricht. Jährlich werden weitere 7,2 Mio. t Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufgenommen und nach Einschlag 3,7 Mio. t Kohlendioxid durch Holznutzung langfristig festgelegt. Im Vergleich zu 5,6 Mio. t Kohlendioxid-Emissionen des Verkehrssektors oder 11 Mio. t aller Haushalte und Gewerbebetriebe kann der Wald damit einen gehörigen Beitrag zur Aufnahme leisten.
 

MIL Brandenburg

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