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Forstwirte in Bayern

Forstwirte in Bayern

Der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner wehrt sich gegen die Kritik, dass in Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern zu wenig Forstwirte ausgebildet werden. Eine Studie des Qualifizierungsfonds Forstwirtschaft (QfF) vom April 2014 (F&T 5/2014) hatte festgestellt, dass das waldreichste Bundesland bezogen auf die Waldfläche die wenigsten Forstwirt-Lehrlinge in Deutschland aufweist. In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Landtagsabgeordneten Markus Ganserer (B90/DieGrünen) im Mai weist das Ministerium dieser Waldflächenquote nur eine beschränkte Aussagekraft zu, da effektiv nur rund 50 % der gesamten Waldfläche über eine Anerkennung als Ausbildungsbetrieb verfügt. Außerdem berücksichtigt sie nicht die Anzahl der Forstwirte, die als Seiteneinsteiger die Prüfung erfolgreich abgeschlossen haben. Diese Zahl sei mit 34?Prüfungsteilnehmern in den vergangenen fünf Jahren überdurchschnittlich hoch. Die Bayerische Waldbauernschule in Goldberg habe als zuständige Stelle in den letzten Jahren zudem erfolgreich darauf hingewirkt, die Anzahl der privaten Ausbildungsbetriebe zu erhöhen. Bayern sei auch deshalb das einzige Bundesland, das seit dem Jahr 2000 einen kontinuierlichen Zuwachs an Ausbildungsstellen verzeichnen könne. Im Privatwald haben zwischen 2009 und 2013 insgesamt 43 Forstwirte ihren Berufsabschluss gemacht. Bei den Forstunternehmen waren es weitere 21.Die Bayerischen Staatforsten (BaySF) beschäftigen aktuell 1 493 Waldarbeiter. Die Personalplanung sieht aufgrund der zahlreichen altersbedingten Abgänge für die Jahre 2012 bis 2021 einen Abbau von 300 Stellen vor. Berücksichtigt ist in dieser Zahl bereits, dass von jährlich 35 eingestellten Auszubildenden bis 2021 durchschnittlich 15 nach bestandener Abschlussprüfung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Da die BaySF deutlich über den eigenen Bedarf ausbilden, sei eine Erhöhung nicht geplant.

Oliver Gabriel

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