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Schweiz: Forstwegebau besser fördern

Schweiz: Forstwegebau besser fördern

Große Schweizer Waldgebiete werden nicht mehr bewirtschaftet, weil ihre Erschließung nicht den heutigen Ansprüchen genügt. Das ist die Meinung des Verbandes Waldwirtschaft Schweiz, der Dachorganisation der Schweizer Waldwirtschaft. Wie der Waldbericht 2015 zeige, blieben in der Schweiz wegen der unzureichenden Erschließung jährlich rund 2 Mio. m³ Holz ungenutzt. Um die Wälder mit modernem Gerät und Seilkrantechnik kostendeckend bewirtschaften zu können, müssen die Waldstraßen aus Sicht des Verbandes saniert und streckenweise verbreitert werden. Stellenweise brauche es Zufahrten und Standplätze für die Seilkräne und die Holzverladung.Um dieses Ziel zu erreichen, fordert Waldwirtschaft Schweiz Anpassungen bei der laufenden Revision des Waldgesetzes. Der Bund müsse wieder den Waldwegebau außerhalb von Schutzwäldern unterstützen, wie dies früher der Fall war. Der Verband sieht dafür einen zusätzlichen Fördermittelbedarf von 8 Mio. CHF für den Bund und 13 Mio. CHF für die Kantone. Als Effekt dieser Förderung seien bei Holzernte und -transport Kosteneinsparungen in Höhe von 41 bis 44 Mio. CHF zu erwarten.In der Schweiz gibt es etwa 30.500 km Waldstraßen, was einem Mittel von 26,7 m/ha entspricht. Nicht alle davon sind lastwagentauglich, denn die dritte Landesforstinventur (2010) hat Straßen schon ab 2,5 m Breite erhoben. Holzlastwagen benötigen hingegen Breiten von 3,00 bis 3,30 m. Die Erschließungsdichte in höheren Lagen ist mit durchschnittlich 12,4 m/ha deutlich geringer.

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