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Dasser RS90

Roter Dasser-Veteran

Im Großraum Stuttgart kann man auf Forstunternehmer Jochen Bacher mit seinem Dasser RS90 treffen – und damit auf den ersten Rückezug, den das einstige Allgäuer Unternehmen baute. Nicht minder spannend: Bacher kombiniert den 25 Jahre alten Zug routinemäßig mit seinen Rückepferden. Das hat einen genaueren Blick verdient.

Ein halbes Dutzend Fichten- und Douglasienstämme hat Jochen Bacher mit dem Kran auf die drehbare Rungenbank gelegt, jetzt lässt er seinen Rückezug das Bündel auf der schmalen Gasse bergauf ziehen. Feuerrot lackiert, kantig und bullig – so ist das Fahrzeug mit seinem sonor klingenden 130-PS-Deutz-Sechszylinder an diesem Tag ein echter Blickfang im Welzheimer Wald nordöstlich von Stuttgart. Und ein geradezu historisches Gerät noch dazu.

Strahlend klettert Forstunternehmer Bacher aus der Fahrerkabine und bestätigt, was erst einmal verblüffend klingt: „Das ist der allererste Rückezug von Dasser.“ Nicht einer aus der ersten Baureihe, sondern tatsächlich das erste Unikat der einstigen Firma aus Nesselwang im Allgäu.

1992 brachte Dasser Spezialfahrzeuge GmbH diese Maschine auf den Markt. Das Unternehmen reagierte damit nach dem verheerenden Sturm „Wiebke“ nicht nur auf eine rasch wachsende Nachfrage nach leistungsfähigen Großmaschinen. Der RS 90, der als Vorläufer der Baureihe TS gilt, wurde in vielen unterschiedlichen Konfigurationen und durchweg in Unikaten gebaut, von denen das Gros bis heute existiert. 2001 musste die Firma Dasser jedoch aufgeben.

Der „Nummer 1“ weist technische Eigenschaften auf, die ihn bis heute nicht als Oldtimer erscheinen lassen, obwohl die Entwicklung von Forstfahrzeugen in den vergangenen Jahrzehnten gewaltige Schritte gemacht hat. Jochen Bacher gerät regelrecht ins Schwärmen, wenn er von seinem Dasser erzählt: „Der Zug hat vorne 700er Reifen, aber nur ein Außenmaß von 2,55 m, das ist wohl ein Alleinstellungsmerkmal.“ Der 46-jährige Unternehmer schätzt vor allem den Vorteil, das in der Region vorhandene, vielfach schmale und eher für kleinere Rückeschlepper ausgelegte Wegenetz auch mit einem Rückezug nutzen zu können.

„Durch den kurzen Radstand ist der Dasser sehr wendig“, fährt Bacher fort. Welche „wahnsinnige Verwindung“ das Zentralgelenk zulässt, hat er zuvor bereits vorgeführt.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Forst & Technik.

Jens Eber

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