Forstpolitik

Einschlagsbeschränkung: Forstunternehmer fordern Hilfsfonds

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Die Beschränkung des Holzeinschlages im Rahmen des Forstschäden-Ausgleichsgesetzes ist in die Kritk geraten. Auch der Deutsche Forstunternehmer-Verband (DFUV) ist nicht zufrieden. Er hält die Aktivierung unter den aktuellen Rahmenbedingungen für unangemessen. Wie er in einem Schreiben an das Bundesministerien für Landwirtschaft und Wirtschaft feststellt, kommt die Einschlagsbeschränkung derzeit in weiten Teilen des Landes faktisch einem Berufsverbot für die forstlichen Dienstleistungsunternehmen gleich. Auch die Forstmaschinenhändler verzeichnen dadurch Auftragseinbußen.

Nach Erhebungen des DFUV sind derzeit deutschlandweit 1.900 Harvester und über 2.000 Rückezüge durch die Einschlagsbeschränkungen von „akutem Stillstand“ betroffen. Dies führt nach Aussagen des DFUV-Geschäftsführers Dr. Maurice Strunk zu einem wirtschaftlichen Schaden in Höhe von 2,7 Mio. € täglich. Darüber hinaus würden dem Wirtschaftskreislauf täglich 200.000 Fm Holz vorenthalten.

„Unsere Betriebe geraten aufgrund staatlicher Interventionen in finanzielle Schieflage, was ohne entsprechenden Ausgleich nicht hinnehmbar ist“, schreibt Dr. Strunk. Weil die Aktivierung des Forstschäden-Ausgleichsgesetztes zum jetzigen Zeitpunkt keinen legitimen Zweck erfüllt, fordert der DFUV die Bundesregierung auf, einen Hilfsfonds in Höhe von 325 Mio. € für die Stillstandzeiten bis Ende September aufzulegen. Er will zudem eine unbürokratische Auszahlung an die betroffenen Unternehmen sichergestellt sehen.

DFUV/Red.