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Durch die eckig geformten Rungen ist der Korb 300 kg leichter geworden

Das zweifaches Jubiläum des Forstunternehmers Rüttgers

Forstunternehmer Heinz-Peter Rüttgers aus Hürtgenwald in der Eifel feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Firmenjubiläum. Genauso lange ist er bereits ein überzeugter Kunde von Gremo Forstmaschinen. Sein erstes Modell war ein Rückezug Gremo TT-12C, sein jüngstes ein Gremo 1250F. Damals wie heute legte er Wert auf eine Vorrichtung zum Langholzrücken.

Wenn wir uns das dritte Auto der gleichen Marke kaufen, dann fühlen wir uns bereits als „alte“ Stammkunden, die schon so manches mitgemacht haben. Wenn sich aber Heinz-Peter Rüttgers in diesem Jahr schon zum 24. Mal eine Rückemaschine von Gremo angeschafft hat, dann blickt er auf eine wirklich lange gemeinsame Geschichte mit Höhen und Tiefen zurück. 1977 hat sich Rüttgers als Forstunternehmer selbstständig gemacht und im gleichen Jahr die erste Rückemaschine von Gremo angeschafft. Der TT-12 C war ein  Pendelgelenk gesteuerter Forwarder, der auf einem Traktorchassis von Ford basierte. Der Rungenkorb ließ sich schon damals gegen eine Klemmbank für das Langholz austauschen. Diesem Konzept ist Rüttgers bis heute treu geblieben.

Auch die zweite Maschine war ein Gremo

Die zweite Maschine war ein TT-8, ein kleinerer wendiger Durchforstungsforwarder, der in Deutschland schnell populär wurde. Damals war Gremo noch eine dänische Firma, die 1988 allerdings nach Schweden verkauft wurde. Noch im gleichen Jahr kam der erfolgreiche Gremo 704 auf den Markt. Das war ein für seine Zeit sehr moderner und wendiger Forwarder, der es trotz kompakter Maße auf ein Ladevermögen von 9 t brachte. In den neunziger Jahren entwickelte Gremo dann das Modell 950. Es eroberte mit ebenfalls 9 t Nutzlast in seinem Heimatland Schweden schnell eine führende Position in seiner Größenklasse. Seit 2002 gehört Gremo zur Weland-Gruppe. Weland baute die Konstruktionsabteilung weiter aus, um die Entwicklung der Maschinen konkurrenzfähig zu halten. Beispiele für erfolgreiche Neuentwicklungen der letzten Jahre sind der Forwarder 950 F und der Harvester 1050 H im Jahr 2005. Dazu kommt der Forwarder 1050 F aus dem Jahr 2008.

Forstunternehmer Rüttgers hat alles miterlebt

Mit 24 Rückemaschinen in der vergangenen 40 Jahren hat Heinz-Peter Rüttgers fast alle Entwicklungen von Gremo selbst miterlebt. Anhand der Fotogalerie in seinem Büro kann er sich bei zahlreichen Modellen noch genau daran erinnern, wann er welche Maschine gekauft hat und was das Besondere daran war. Natürlich hat es in seiner Firmengeschichte Höhen und Tiefen gegeben, aber insgesamt ist er überzeugt davon, dass es in den Anfangsjahren leichter war, sein Geld zu verdienen als heute, wo die ungeliebte Ausschreibungspraxis zu einem brutalen Konkurrenzkampf unter den Forstunternehmern geführt hat. Auch die Einrichtung des Nationalparks Eifel direkt vor seiner Haustür hatte für ihn deutliche Einbußen, die er heute mit einem größeren Einzugsgebiet kompensieren muss. Die Nähe zur belgischen Grenze ist dabei ein positiver Aspekt, weil die Raiffeisen-Waren-Zentrale Rhein-Main eG unter anderem in Belgien Holz auf dem Stock kauft und die Holzerntearbeiten dann an Forstunternehmer vergibt.

Der aktuelle Maschinenpark

Der aktuelle Maschinenpark von Rüttgers setzt sich aus zwei Harvestern der Marke Ponsse Ergo und vier Gremo-Forwardern (ein 1250 und drei 1050) zusammen. Dazu kommt noch ein Tieflader für den Transport der Maschinen. Die Harvester auch von Gremo zu kaufen ist für Rüttgers bisher nicht infrage gekommen, weil er meint, dass sie für den Einsatz in seiner Region oftmals zu schwach sind. Fünf angestellte Fahrer arbeiten mit den sechs Maschinen. Dazu kommt sein Sohn Thomas, der seit rund zwölf Jahren im Forstbetrieb mitarbeitet und das Familienunternehmen weiterführen will.

Für Kurz- und Langholz

Bei allen vier Forwardern lässt sich der Rungenkorb durch eine Klemmbank ersetzen. In Schweden ist das nicht üblich, weil dort fast nur Kurzholz gerückt wird. Zu Hause in der Eifel will Rüttgers seine Maschinen auch im Langholz einsetzen und hat deshalb schon immer alle Forwarder mit einer alternativen Klemmbank ausrüsten lassen. Natürlich auch bei seiner neuesten Erwerbung, einem 1050 F4 von Gremo, den er erst seit wenigen Wochen im Einsatz hat. Der relativ leichte Forwarder ist mit einem Kran der Marke Cranab FC 8 mit 7,2 m Reichweite ausgestattet, schafft maximal 10,5 t Zuladung und kann mit Bogiebändern auch auf empfindlichen Standorten arbeiten. Äußerlich unterscheidet sich der 1050 F4 kaum von seinem Vorgängermodell. Bei genauerem Hinsehen kann man vielleicht entdecken, dass die Rungen nicht mehr rund sondern eckig sind. Das brachte der Maschine durch Materialeinsparung immerhin einen Gewichtsvorteil von 300 kg.

Der Gremo 1250F

Flexible Einsatzmöglichkeiten standen vor allem auch bei der zweitneuesten Maschine von Rüttgers im Vordergrund, einem Gremo 1250F, den er im vergangenen Jahr gekauft hat. Neben der alternativen Klemmbank ist hier das komplette Heck des Fahrzeugs umgebaut und mit einer 10-t-Seilwinde mit höhenverstellbarem Seileinzug ausgestattet. Damit kann Rüttgers auch ganz starke Buchenstämme beigeseilen und angeheben, wenn sie zu schwer sind, um mit dem Greifarm in die Klemmbank zu heben – eine weitere flexible Einsatzmöglichkeit, auf die Rüttgers großen Wert legt.

Umbauteb von Küpper Agrar

Ausgeführt wurden diese Umbauarbeiten von der Firma Küpper Agrar im nahe gelegenen Monschau. Die Firma ist seit gut zwei Jahren Servicepartner von Gremo und erledigt seitdem vor allem Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Forstmaschinen. Neben der Land-, Forst- und Baumaschinentechnik hat sich Küpper auch auf Metallbauarbeiten spezialisiert und seine 500 m² große Werkstatt mit professionellen Maschinen und Spezialwerkzeugen ausgestattet. So können Kunden Speziallösungen für ihre Maschinen in Auftrag geben, die dann individuell geplant und realisiert werden. Trotz der erst kurzen Zusammenarbeit ist Heinz-Peter Rüttgers sehr zufrieden mit dem Service von Küpper. Er sieht darin einen weiteren Grund, seinem Maschinenlieferanten treu zu bleiben und vielleicht noch ein weiteres Jubiläum mit Gremo zu erleben.

 

Andreas Hartkopf

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